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Tennis

Fan-Sorgen trotz Superstar

Soll die Massen nach Innsbruck locken: Novak Djoković.
Soll die Massen nach Innsbruck locken: Novak Djoković.APA/AFP/KENA BETANCUR
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Novak Djoković, Nummer eins der Welt, schlägt beim Daviscup-Finalturnier Ende November in Innsbruck auf. Warum die Ränge dennoch nicht voll werden könnten.

Innsbruck/Wien. Es war ein Coup, den der österreichische Tennisverband (ÖTV) gemeinsam mit Veranstalter Herwig Straka gelandet hatte. Neben Madrid und Turin bildet Innsbruck Ende November den dritten Schauplatz des neu gestalteten Daviscup-Finalturniers der 18 besten Nationen.

Es ist ein internationales Event der Superlative, welches mit Zugpferd Dominic Thiem ein rot-weiß-rotes Tennisfest garantiert hätte. So viel zur Theorie.

Seit einigen Wochen steht fest: Thiem wird 2021 nach seiner Handgelenksverletzung nicht mehr zum Schläger greifen. Am Montag entscheidet sich, ob der 28-Jährige demnächst operiert werden muss oder die konservative Behandlungsmethode den erhofften Erfolg gebracht hat.

Österreichs Team muss jedenfalls auf seine Nummer eins verzichten, und die zweite Garde rund um Dennis Novak, Jurij Rodionov und Sebastian Ofner hinkt den Erwartungen seit Saisonbeginn hinterher. Ohne Thiem ist die ÖTV-Equipe in der Gruppe F mit Serbien (26. November) und Deutschland (28. November) krasser Außenseiter. Nur der Gruppensieger und die zwei besten der sechs Gruppenzweiten steigen ins Viertelfinale auf, Serbien besitzt dabei besonders gute Karten.

Der Daviscup-Sieger von 2010 kann auf die Unterstützung von Novak Djoković zählen, die Fans in Tirol bekommen also die Nummer eins der Weltrangliste serviert. Im deutschen Lager hofft man noch auf die Zusage von Alexander Zverev. Der Olympiasieger hatte im August bereits seinen Verzicht erklärt, das letzte Wort soll aber noch nicht gesprochen sein.

 

Reiserestriktionen als Bremse

In Innsbruck kommt neben der Gruppe F auch die Gruppe C mit Frankreich, Großbritannien und Tschechien zur Austragung. Noch halten sich viele Spieler mit ihren Nennungen zurück, warten den weiteren Saisonverlauf ab.

Straka spekuliert mit den Auftritten von Publikumsmagneten wie Gaël Monfils und Andy Murray, unabhängig davon aber sieht er „große Fragezeichen“ aufgrund möglicher Reiserestriktionen. „Wir hatten allein 1000 Ticketanfragen aus England, aber 600 davon sind noch offen, weil die Fans abwarten, ob bei einer Rückkehr aus Österreich eine Quarantäne verhängt wird“, erklärt Straka der „Presse“ und hofft auf die spontane Reisefreudigkeit vieler Anhänger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.10.2021)