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Pizzicato

007 in Berlin

DR. NO, Sean Connery, 1962 Courtesy Everett Collection
DR. NO, Sean Connery, 1962 Courtesy Everett Collection(c) imago images/Everett Collection (Courtesy Everett Collection via www.imago-images.de)
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In seiner 25. Weltrettungsmission turnt und jettet 007 wieder um den halben Globus, von Jamaika über Kuba und Apulien bis Norwegen. Ein Zwischenstopp in Deutschland stand nicht auf dem Reiseplan.

Dabei wäre gerade in Berlin eine Menge zu erledigen – samt waghalsiger Actionszenen in Norman Fosters Reichstagskuppel.

Die Lage in Berlin ist verkorkst. Zuerst ein Mangel an Stimmzetteln in den Wahllokalen und lange Warteschlangen davor. Vom Koalitionsschlamassel ganz zu schweigen. Die Jamaika-Koalition löst sich in Luft auf, zumal die Union – ziemlich oldschool – andere Prioritäten setzt. Armin Laschet brauchte ein paar Tage, um Olaf Scholz per Brief zum Wahlsieg zu gratulieren. Markus Söder muss am Samstag erst einmal die Laudatio zum 80. Geburtstag seines Mentors Edmund Stoiber halten. Und kein Wolfgang Schäuble weit und breit, der ein Machtwort sprechen würde: „Isch over, Armin.“

SPD-Mann Ralf Stegner aus dem Wahlkreis 007 in Pinneberg böte sich als Ersatz-Bond an. Seine stärkste Waffe – das Mundwerk. Oder die coole grün-gelbe Selfie-Combo um Habeck und Lindner. Selbst Olaf Scholz entdeckt den Bond in sich. „Ich will die Welt ein Stück weit besser machen“, postuliert er im „Spiegel“. Samt E-Ladestationen in Umbrien, der Bretagne und Uppsala. Und Angela Merkel? Die spielt weiterhin M. Ungerührt und ungeschüttelt.

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com