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Pandemie

Empfehlungen für Long-Covid-Versorgung beschlossen

imago images/Manngold
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Bund, Länder und Sozialversicherungen haben Empfehlungen für die Versorgung von Personen mit "Long Covid" beschlossen.

Auch drei Monate nach  einer überstandenen Covid-Infektion leiden Betroffene an Beschwerden, die es ihnen unmöglich machen, ihrem Beruf nachzugehen und sich längere Zeit körperlich oder geistig anzustrengen. Long Covid bzw. Post-Covid-Syndrom heißt dieses Phänomen, das immer mehr Österreicher betrifft. Nun gibt es, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, einen entsprechenden Beschluss in der Bundes-Zielsteuerungskommission. Damit wolle man eine österreichweit einheitliche medizinische Versorgung von Personen mit "Long Covid" sicherstellen.

Dafür werden alle für die Versorgung relevanten Bereiche von der Primärversorgung bzw. den Hausärzten bis zur Rehabilitation miteinbezogen, hieß es. Gesundheitsminister Werner Mückstein (Grüne) lobte den Beschluss als "wichtigen Schritt". Er nehme als Arzt und Gesundheitsminister "Long Covid" sehr ernst und möchte Bewusstsein dafür schaffen. Dazu stehe er in engem Austausch mit allen relevanten Stakeholdern, so Mückstein.

"Die unterschiedlichen Folgen einer Corona-Erkrankung benötigen umfassende Expertise", so Peter Lehner, Co-Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger. Die systemübergreifende integrative Betreuung ermögliche eine individuelle Behandlung und kann so die Patienten bestmöglich bei ihrer Genesung unterstützen. "Somit müssen keine neuen Einrichtungen geschaffen werden, sondern es werden die bewährten Strukturen mit einer starken Verzahnung genutzt", erklärte Lehner. Die Behandlung von Personen mit "Long Covid"-Symptomen soll vorrangig niederschwellig von der Primärversorgung wahrgenommen werden.

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Zehntausende Menschen in Österreich könnten an Long Covid erkrankt sein, ohne es zu wissen. Wer verdächtige Beschwerden hat, sollte sich auf Antikörper testen lassen. Welche dafür infrage kommen, erklärt Neurologe Michael Stingl.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kommt es bei etwa zehn bis 14 Prozent der Fälle nach akuter Covid-19-Erkrankung zu länger dauernden Beschwerden bzw. zu Langzeitfolgen. Wobei die Symptomatik sehr heterogen ist und unterschiedliche Schweregrade aufweist. Die an "Long Covid" erkrankten Personen können über längere Zeit, sprich mehr als vier Wochen nach Infektionsbeginn anhaltend, an physischen Symptomen wie unter anderem Fatigue, Kurzatmigkeit, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Hypertonie und mangelnder Belastbarkeit oder an psychischen Beschwerden wie z.B. kognitiven Störungen, Depressionen und Angstzuständen leiden, hieß es.

(APA)