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Diese drei Aktien sollte man eigentlich immer besitzen

Zeit für drei Aktien, stark wie Elefanten.
Zeit für drei Aktien, stark wie Elefanten.
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Der schlechteste Börsenmonat ist zum Glück vorbei. Nun gilt es, sich für den Rest des Jahres zu positionieren. Zum einen könnte man sicherheitshalber das KPÖ-Programm lesen. Vor allem aber jene drei Aktien kaufen, die man sowieso immer besitzen sollte.

Erfrischend, wie der DDR-Dissident und Liedermacher Wolf Biermann Detailergebnisse der deutschen Bundestagswahl kommentierte. Er freue sich nicht nur darüber, dass die rechtsextreme AfD geschwächt worden sei, er finde es auch „großzügig“, dass Gott, an den er nicht glaube, die linksextreme SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ auf 4,9 Prozent fast halbiert habe.

So „großzügig“ war Gott andernorts nicht. In Berlin etwa ließ er zu, dass 56,4 Prozent für die Enteignung großer Wohnbaukonzerne stimmten. Und in Graz, dass die Kommunisten in einem seltsamen Comeback um 8,6 Prozentpunkte auf 28,9 Prozent hochflogen. Erstaunlich, wie gelassen und kalmierend die sonst so alarmistische Öffentlichkeit das hinnimmt, weil die Grazer Spitzenkandidatin es mit ihrem sozialen Engagement ja gut meine.

Ihre persönliche Integrität wollen wir hier auch nicht angreifen. Aber abgesehen von der kaltschnäuzigen begrifflichen Bagatellisierung einer Ideologie, in deren Namen zig Millionen Menschen ermordet wurden, zumindest auch an ihre wirtschaftlichen Implikationen erinnern, die in Form von Enteignung, Planwirtschaft und Leistungsfeindlichkeit unter anderem zu Massenarmut führten und führen.

Welcher ökonomischen Verblendung das Berliner Votum entspringt, mit der man die Wohnungsnot zu beheben gedenkt, ist unklar. Die Idee der steirischen KPÖ ist immerhin in deren Programm nachzulesen: „Echte Reformen müssen immer der Vorbereitung und Durchsetzung revolutionärer Prozesse dienen; vor allem einem Wechsel an den Eigentumsverhältnissen der wesentlichen materiellen Werte eines Landes, wie Banken, Versicherungen, Schlüsselbetrieben der Wirtschaft und der Daseinsvorsorge.“

Wenn diese Fantasien Schule machen, dann gute Nacht. Man muss nicht studiert haben, um zu verstehen, dass Investitionen nur stattfinden, wenn Eigentum sakrosankt ist. Und Wohlstand nur, wenn möglichst viele investieren. Unter anderem am Kapitalmarkt.

Für dort kann man mit einer gewissen Erleichterung festhalten, dass der September vorbei ist. Seinem Ruf, der schlechteste Börsenmonat zu sein, hat er alle Ehre gemacht. Der EuroStoxx und der US-Index S&P haben um die fünf Prozent verloren. Die Nasdaq über sechs.

Nicht ausgeschlossen, dass das Gröbste vorbei ist und allmählich eine Jahresendrallye startet. Fix darauf bauen sollte man aber nicht. Denn die Pandemie geistert weiter herum. In China verlangsamt sich das Wachstum. US-Notenbank-Chef Jerome Powell gibt vorerst keine Entwarnung bei der Inflation, weshalb er eine etwas straffere Geldpolitik vorbereitet. Und die anstehende Bilanzsaison wird die fantastischen Wachstumsraten aus dem ersten Halbjahr nicht fortschreiben können.

Wer nicht auf klarere Marktverhältnisse warten will, kann auf folgende drei Aktien zurückgreifen, die man ohnehin immer in seinem Depot haben sollte.