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Veranlagung

Wie man seine erste Aktie kauft

Investieren ist heute über das Smartphone möglich und so leicht wie noch nie. Auch für Börsenanfänger.
Investieren ist heute über das Smartphone möglich und so leicht wie noch nie. Auch für Börsenanfänger.Getty Images
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Wer noch nie mit der Börse in Berührung kam, ist oft schnell überfordert. Kein Wunder, das Angebot ist so vielfältig, dass es mehr Qual als Wahl ist. Ein Wegweiser für Anfänger.

Wien. Zeit ist Geld – sagt man. Und dennoch wenden die Österreicher viel Zeit dafür auf, sich mit Dingen zu beschäftigen, die Geld kosten, anstatt sich zu fragen, was Geld bringt. Dabei wäre Letzteres vor allem langfristig wichtig. Denn die Pensionsempfänger werden in diesem Land künftig nicht nur mehr, sie werden wohl auch weniger Geld vom Staat erhalten.

Das sollte bei jenen, die noch lange im Erwerbsleben stehen, die Alarmglocken schrillen lassen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen und vergleichsweiser hoher Inflationsraten ist es nämlich alles andere als sinnvoll, sein Erspartes verrotten zu lassen. Aktien sind da eine weitaus bessere Alternative. Zumal sie in den vergangenen Jahrzehnten ertragreicher waren. Doch viele, die sich noch nie mit Wertpapieren beschäftigt haben, wissen nicht, wie sie sich der Börse annähern sollen. Es gibt schließlich nicht nur Dutzende Banken und Online-Broker (wie Dadat, Flatex, Hello Bank, aus der die easybank wird), die diese Services anbieten, sondern auch Abertausende Wertpapiere, in die man investieren kann. Kein Wunder, dass man da schnell den Überblick verliert.

Bevor man anfängt, sich in diesen (wichtigen) Details zu verlieren, sollte man sich zunächst jedoch fragen: Kann ich Kursschwankungen aushalten? Denn aus 1000 Euro Investmentkapital können schnell 900 Euro werden, sagt Claudia Figl, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Financial Planners und Partnerin bei der Bank Gutmann. Kaufkraftverluste auf dem Sparbuch fallen dagegen nur bedingt auf, weil der nominale Wert auf dem Papier steigt, selbst wenn das Geld nach Abzug der Inflation weniger wert ist. „Auf dem Depotauszug steht ein Kursrückgang sofort schwarz auf weiß.“

Was man beim Veranlagen daher wissen muss: In den vergangenen Jahrzehnten sind die Börsen immer gestiegen, wenngleich scharfe Korrekturen nie ausgeschlossen sind und zum Investmentleben dazugehören. Man muss also die Zeit haben, solche Talfahrten auszusitzen. Die nächsten 20 oder 30 Jahre bis zum Pensionsantritt sind da eine durchaus geeignete Spanne. Wer Geld für Kinder veranlagt, kann sogar noch langfristiger denken. „Jemand, der aber vor hat, in sechs Monaten eine Wohnung zu kaufen, dem würde ich davon abraten zu investieren.“