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Quergeschrieben

Geschichtsvergessenheit, die von links kommt, ist auch nicht tolerabel

Just nach dem kommunistischen Erdrutschsieg in Graz ist einer der prominentesten chinesisches Dissidenten Ehrengast bei Literatur im Nebel im Waldviertel.

Als Teenager hatte ich ein Che-Guevara-Poster an der Wand, Mao fand ich cool. Dass Chinas Großer Sprung nach vorn und die Kulturrevolution für Millionen Menschen vor allem Chancengleichheit auf Hungertod bedeuteten, hielt ich für Lügen. Es war mein Geschichtsprofessor am Klagenfurter (Mädchen-)Gymnasium, der mir die Augen öffnete: über die mit nichts zu vergleichende industrielle Massenmordmaschinerie der Nazis; über Stalins Säuberungen, Schauprozesse, Gulags und Jahre des Großen Terrors; und auch über Mao Zedongs Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Meine Begeisterung für den real existierenden Kommunismus made in UdSSR, China, Nordkorea, Rumänien, Kambodscha et al. verglühte. Jahrzehnte später bereiste ich China.