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Satire

Ein Blues für Bürgermeister

Marcus Hinterberger in einer Wiese mit "Zu verkaufen"-Schild
Marcus Hinterberger kritisiert die Widmungspraxis – auch in seiner Salzburger Heimat.YouTube
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Nach seinem Online-Hit „Ischgl-Blues“ nimmt sich Marcus Hinterberger nun die „Ortskaiser, die Widmungsmeister“ vor – und will bald live auftreten.

Marcus Hinterberger weiß, wie man sich unbeliebt macht. Seit er voriges Jahr, im Herbst des ersten Coronajahres, den „Ischgl-Blues“ veröffentlichte und damit quasi über Nacht bekannt wurde, hat der junge Saalbacher nicht nur in seinem Heimatort den einen oder anderen gegen sich. „Wenn ich in Saalbach fortgehe, dann kommt es schon hin und wieder zur Konfrontation. Dass mich dann einer mit einem knallroten Schädel anschreit, bis es ihm vor Wut die Kabel herausdrückt“, sagt Hinterberger, lacht – und es klingt, als ob er sich noch immer freut über den Nerv, den er damals getroffen hat.

Nun hat sich der 21-Jährige in seinem Nachfolge-Video die nächsten lokalen Größen vorgenommen, die Bürgermeister. „Immobilienhaie san meine besten Freund, weil di hom imma no a guade Provision dabei“, singt er im „Bürgermeister-Blues“, der via YouTube und sozialen Medien sofort weit verbreitet wurde. Es geht um „Widmungsmeister“, um die, die Naturschutz- und sonstige Bestimmungen aushebeln, um die „Dreifaltigkeit“ aus „Gemeinde, Seilbahn, Tourismusverband“, die sich in Orten wie seinem gern alles untereinander ausmacht, wo dann die schönsten Lagen an Investoren gehen, Chalet um Chalet entsteht, für holländische Freizeitwohnsitzer zum Beispiel. „Wie die Unterhosen tausch i an Flächenwidmungsplan, und des ändert sich nie, weil i da Oanzige am Wahlzettl bin“, singt er.