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Oper

Schubert-Rarität: Indische Irritation nach Noten

Im MuTh versuchte man ein unvollendetes Opern-Manuskript des Wiener Meisters nach einem exotischen Stoff zu beleben.

Schuberts acht vollendete Opern sind trotz aller Revitalisierungsversuche Raritäten geblieben. Noch kurioser sind seine zahlreichen Opernfragmente, wie „Shakuntala“, das er 1821 aus unbekannten Gründen halb vollendet liegen ließ. Der Stoff, ein indischer Klassiker aus der Sanskrit-Zeit, wurde 1791 übersetzt und brachte Goethe ins Schwärmen. Schuberts Vertonung in der Fassung Gerald Wirths ließ im Konzertsaal MuTh im Wiener Augarten diese Begeisterung kaum nachempfinden – obwohl Wirth Schuberts oft nur angedeutete Orchesterbegleitung gekonnt instrumentiert hat.