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Interview

Stefan Sagmeister: „Es ist besser, als es je war“

Stefan Sagmeister beim Gespräch im Rahmen des „Forward Festivals“ in Wien. Nächste Woche eröffnet eine Ausstellung in den USA.
Stefan Sagmeister beim Gespräch im Rahmen des „Forward Festivals“ in Wien. Nächste Woche eröffnet eine Ausstellung in den USA.[ Jana Madzigon]
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Designer Stefan Sagmeister über die Kunst, Kritik zu üben, das Trügerische an schlechten Nachrichten, und wie er mit „schönen Zahlen“ Optimismus verbreiten will.

Zuletzt warb Designer Stefan Sagmeister im Wiener MAK für Schönheit. Inzwischen sind es „Beautiful Numbers“, die es ihm angetan haben. Die „Presse“ sprach mit dem in New York lebenden Vorarlberger im Rahmen des Forward Festivals im Gartenbaukino über sein jüngstes Projekt und die Unterstützung junger Kollegen.

 

Die Presse: Sie geben auf Instagram fast täglich regelmäßig Feedback zu Projekten junger Kollegen. Seinen Ursprung hat das in montäglichen Salons bei Ihnen. Wie ist das entstanden?

Stefan Sagmeister: Das Ganze war beeinflusst von einer Künstlerin, Louise Bourgeois. Die hatte das gemacht, und da war ich einmal, vor ewigen Zeiten. Die war wahnsinnig hart. Nicht zu mir, glücklicherweise, ich bin da gut davon gekommen. Und es war ja ein geschützter Raum, das hat ja niemand sonst gehört, außer den zehn Leuten, die da kommen durften jeden Sonntag. Ich hab das im Prinzip kopiert, weil mir das imponiert hat, und weil wir im Studio auch immer Anfragen bekommen hatten. Ich hab das dann lange Zeit montags gemacht, einmal im Monat. Und auch das wurde dann schwierig, weil ich zuerst einen Reiseplan hatte, und mit Corona ging es dann sowieso nicht. Ich hab das dann schon vor zwei, drei Jahren von einer Studio-Live-Sache in eine Online-Sache umgewandelt, mit all den Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt. Aber es hatte von anfang an sehr gutes Feedback.

 

Wann waren Sie selbst bei Louise Bourgeois eingeladen?