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Buch der Woche

Das ist nicht das Paradies

Sasha Marianna Salzmann boxte in jungen Jahren, ehe sie ans Theater ging.
Sasha Marianna Salzmann boxte in jungen Jahren, ehe sie ans Theater ging.[ Foto: Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag]
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In ihrem Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“ folgt Sasha Marianna Salzmann den Lebenswegen von vier Frauen aus zwei Generationen und spannt damit einen Bogen von der Ukraine in den 1970er-Jahren bis ins Berlin der Gegenwart.

In Tschechows „Onkel Wanja“ sagt der Arzt Astrow zu seiner Verehrerin Sonja: „An einem Menschen muss alles herrlich sein – das Gesicht, die Kleider, die Seele, die Gedanken.“ An Astrow selbst, dem lebensgelangweilten Trinker, ist freilich wenig Herrliches. In Sasha Marianna Salzmanns zweitem Roman benutzt der Chefarzt einer Klinik im ukrainischen Dnjepropetrowsk die Tschechow-Stelle, um einen jungen Kollegen herunterzuputzen, der es gewagt hat, in Jeans zum Dienst zu erscheinen. Die Herrlichkeit des Menschen erscheint erneut im Licht der Ironie.