Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Interview

Porr-Chef: „Ener­giewende darf keine Strafexpedition sein“

„Die Atomkraftwerke neuester Generation produzieren nur noch ein Zehntel an Abfällen früherer Reaktoren“, sagt Porr-Chef Strauss.
„Die Atomkraftwerke neuester Generation produzieren nur noch ein Zehntel an Abfällen früherer Reaktoren“, sagt Porr-Chef Strauss.Die Presse/Clemens Fabry
  • Drucken

Porr-CEO Heinz Strauss spricht über verbotene Absprachen auf dem Bau und die Folgen der Rekordstrafe für seinen Konzern. Im Kampf gegen den Klimawandel fehle eine offene Diskussion, etwa über den Einsatz von Atomenergie.

Die Presse: Porr wurde vorige Woche zur höchsten Kartellstrafe der österreichischen Geschichte verdonnert. Ist die Affäre mit Bezahlung der 62 Millionen Euro für Sie abgehakt, oder wird das die Porr noch längere Zeit beschäftigen?

Karl-Heinz Strauss: Die Untersuchungen haben ja 2017 begonnen und erstrecken sich zurück bis ins Jahr 1992. Wobei die intensive Phase zwischen 1992 und 2010 war.

Als Sie 2010 Porr-Chef wurden, endete also die „intensive Phase“ der Preisabsprachen?

Das ist jetzt ein Zufall. Tatsächlich hat es die komplette Baubranche betroffen, und die Schwerpunkte lagen tatsächlich davor. Wir haben übrigens bei der Untersuchung von Beginn an kooperiert.

Das heißt, Preisabsprachen waren lange Zeit Teil des Geschäftsmodells in der heimischen Baubranche?