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Interview

„Der Name Lenz Moser ist sensationell“

Lenz Moser V.
Lenz Moser V.Jana Madzigon
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Lenz Moser V. kam auf dem Weingut in Rohrendorf zur Welt, erlebte die turbulenten Zeiten des Hauses nach dem Weinskandal, arbeitete später für seinen Mentor Robert Mondavi und macht jetzt Spitzenrotweine in China.

Die Presse: Sie betreiben seit sechs Jahren Weinbau in China. Wie geht das in der Pandemie?

Lenz Moser: Ich kann nicht nach China reisen. Es geht alles telefonisch via Zoom. Und natürlich hat auch das Geschäft sehr gelitten, schließlich setzen wir stark auf die Gastronomie. Mittlerweile läuft das Geschäft aber wieder an, auch in Sachen E-Commerce haben wir viel gelernt.

Die digitale Welt bleibt auch dem Weinbau erhalten, oder?

Ja, ich habe meine Effizienz dramatisch erhöht. Ich weiß jetzt, dass ich in Zukunft jede zweite Reise streichen kann. Ich werde also nicht mehr 200-mal, sondern nur noch 100-mal pro Jahr in den Flieger steigen. Den Rest kann ich elektronisch abwickeln. Ich nehme mir vor, nicht mehr irgendwo hinzukommen, sondern nur noch zu erscheinen. Das klingt vielleicht etwas arrogant, aber ich werde mich nicht mehr wegen jedem Furz ins Flugzeug setzen.