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Kollektivvertrag

Metaller starten zweite Verhandlungsrunde: Angebot der Arbeitgeber erwartet

APA/HERBERT PFARRHOFER
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Die Verhandlungsrunde am Montag sei entscheidend, wie die KV-Verhandlungen heuer weitergeführt werden, meint die Gewerkschaft. Die Arbeitgeber wollen einen "raschen und fairen" Kollektivvertragsabschluss.

Am Montagvormittag ist die zweite Verhandlungsrunde für einen neuen Kollektivvertrag in der Metalltechnischen Industrie gestartet. Die Gewerkschaft fordert 4,5 Prozent mehr Lohn sowie Gehalt und rechnet heute mit einem Angebot der Arbeitgeber. Der Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) will einen "fairen Abschluss" für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Betriebe.

Die Coronapandemie überschattet die Verhandlungen. "Die Runde am Montag wird daher entscheidend sein, wie die Kollektivvertragsverhandlungen für die Metallindustrie heuer weitergeführt werden", sagten die beiden gewerkschaftlichen Chefverhandler, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA), im Vorfeld der Verhandlungen in einer Aussendung. Man erwarte "zügige Gespräche und ein Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen" und keine "Verzögerungstaktik". Eine Extra-Verhandlungsrunde findet morgen nicht statt, ein weiterer KV-Termin wäre noch für 21. Oktober vorgesehen.

Arbeitgeber wollen raschen Vertragsabschluss

Die Metaller-Arbeitgeber wollen nicht zu viele Verhandlungsrunden. "Unser Ziel ist weiterhin ein rascher Abschluss, gerade in dieser schwierigen Regierungssituation. Dieser muss fair sein für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch machbar für die Betriebe", so der FMTI-Obmann Christian Knill. Die Forderungsliste der Gewerkschaften sei "äußerst umfangreich", daher habe man "viele Details dazu zu besprechen". Die Forderungsliste würde für die Betriebe Mehrkosten von bis zu 10 Prozent bedeuten und dies sei "absolut inakzeptabel". Knill verwies auf eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die Betriebe. In etlichen Industriebereichen gebe es Probleme mit Lieferketten und große Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie.

Die Forderungsschwerpunkte der Gewerkschaften bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen sind die Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent und eine Anhebung der Zulagen für die 2. und 3. Schicht bzw. für die Nachtarbeit. Diese sollen künftig verdreifacht (auf 1,50 Euro pro Stunde) bzw. verdoppelt (auf fünf Euro pro Stunde) werden. Weiters fordern die Arbeitnehmervertreter einen selbstbestimmten Verbrauch von Gleitzeitguthaben in ganzen Tagen und eine Erhöhung der Lehrlingseinkommen auf 1000 Euro (1. Lehrjahr), 1300 Euro (2.), 1600 Euro (3.) und 2000 Euro (4. Lehrjahr).

(APA)