Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Konzertkritik

Currentzis in Wien: Wasserflöten vor Mahlers Welttheater

Teodor Currentzis liebt Extremwerte in Tempo, Dynamik und Details.Clemens Fabry
  • Drucken

Jubel für Teodor Currentzis und „musicAeterna“ mit Gustav Mahlers Fünfter und einer zeitgenössischen Novität im Konzerthaus.

Teodor Currentzis ist und bleibt das populärste, wichtigste Enfant terrible der Musikwelt. Als solches liebt er Extremwerte in Tempo, Dynamik und Details so sehr, dass sie sich in seinen Darstellungen manchmal vor das Ganze zu drängen drohen, dass die Werke in Effekte zerfallen. Das passierte diesmal im Finale von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 5: Es blieb zu heterogen, zu gereiht, ohne fantastisch einenden Stimmungsaufschwung. Wer dahinter eine Absicht vermuten möchte: Nein, auch ein Potemkin'sches Jubeldorf war nicht zu erleben, so wie etwa in Schostakowitschs Fünfter, dazu fehlte die Ahnung dunkler Kräfte im Hintergrund.