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Corona-Pandemie

Demo gegen 3G-Pflicht in Triest

Bei der größte Demonstration in der Stadt seit Jahren drohten Arbeitnehmer mit der Blockade des Hafens.

Etwa 12.000 Personen haben laut Polizei am Montag in Triest gegen die geplante Einführung der 3G-Pflicht für alle Arbeitnehmer in Italien protestiert. Dabei handelt es sich um die größte Demonstration in der Stadt seit Jahren, berichteten die Behörden. Die Demonstranten marschierten entlang der Meerpromenade bis zum Hauptplatz Piazza dell ́Unitá, wo sich der Sitz der Region Friaul Julisch Venetien befindet.

"No Green Pass" und "Freiheit, Freiheit!", skandierten die Demonstranten. Zu ihnen zählte eine Delegation von Mitarbeitern des Hafens. Sie drohten mit einer Blockade des Hafens am Freitag, sollte die 3G-Pflicht nicht abgeschafft werden. 40 Prozent der 950 Mitarbeiter des Hafens hätten keinen "Grünen Pass". "Wir sind geschlossen, wir werden den Hafen blockieren, bis die 3G-Pflicht abgeschafft wird", so ein Sprecher des Hafen-Personals.

Die Einführung der 3G-Regel ab kommendem Freitag sorgt schon seit Tagen für Spannungen in Italien. Wer fünf Tage lang ohne eine Impfbescheinigung, einen negativen Test oder ein Genesungszertifikat erscheint, wird ohne Gehalt vom Dienst suspendiert. Eine Kündigung ist aber ausgeschlossen. Die Regierung garantierte einen Preis von 15 Euro für die Tests. Die Forderung der Gewerkschaften nach kostenlosen Tests für die Arbeitnehmer wurde abgelehnt.

Am Samstag hatten Zehntausende Personen in Rom gegen den Grünen Pass demonstriert. Die Demonstration wurde von rechtsextremen Gruppen unterwandert, die den Hauptsitz des Gewerkschaftsverbands CGIL attackiert hatten. Zwölf Rechtsextremisten wurden festgenommen, 38 Polizisten wurden verletzt.

Die römische Vizepolizeichefin Nunzia Alessandra Schiliró, die bei einer Demonstration am 25. September den Grünen Pass offen kritisiert und als verfassungswidrig bezeichnet hatte, wurde vom Dienst suspendiert. Die Partei Forza Italia hatte Innenministerin Luciana Lamorgese aufgerufen, Schilirò vom Dienst zu suspendieren. Wer den Staat vertrete, dürfe nicht zu Ungehorsam gegen die Anti-Covid-Maßnahmen der Regierung aufrufen. Schilirò verteidigte sich und behauptete, sie habe als freie Bürgerin ihre Meinung über den Grünen Pass geäußert, den sie als "diskriminierend" bezeichnete.

(APA)