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Ermittlungen

Inseratenaffäre: Meinungsforscherin Sabine B. festgenommen

Die Verdachtsmomente sorgten in der Vorwoche für Hausdurchsuchungen u.a. in der ÖVP-Parteizentrale.
Die Verdachtsmomente sorgten in der Vorwoche für Hausdurchsuchungen u.a. in der ÖVP-Parteizentrale.APA/GEORG HOCHMUTH
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Kurz vor den Hausdurchsuchungen, die vergangene Woche stattgefunden haben, sollen Serverdaten in größerem Umfang gelöscht worden sein.

Am Dienstagmorgen soll es nach Informationen der „Presse“ zumindest eine Festnahme in der „Inseratenaffäre" gegeben haben. Die Meinungsforscherin Sabine B. soll festgenommen worden sein.

Kurz vor den Hausdurchsuchungen, die vergangene Woche stattgefunden haben, sollen Serverdaten in größerem Umfang gelöscht worden sein. Die Justiz möchte das nun untersuchen. Es wird wohl vermutet, dass die Hausdurchsuchung verraten worden sein könnte. Seitens der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wollte man die aktuellen Entwicklungen in der Causa auf Anfrage nicht kommentieren. Es gilt die Unschuldsvermutung. Auch die Anwältin der Beschuldigten war vorerst nicht erreichbar.

Worum geht es konkret? Gegen den am Wochenende zurückgetretenen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wurden Vorwürfe der Untreue und Beihilfe zur Bestechlichkeit laut, weshalb die WKStA ermittelt. Die Verdachtsmomente - fußend auf Chatnachrichten - sorgten in der Vorwoche für Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt, dem Finanzministerium und der ÖVP-Parteizentrale.

Der Grund: Es wird untersucht, ob ab dem Jahr 2016 geschönte Umfragen in Umlauf gebracht wurden, um Kurz in ein gutes Licht zu rücken. Das Problem: Mutmaßlich wurden sie vom Finanzministerium bezahlt und von der Mediengruppe „Österreich“ für viel Geld verbreitet.

Der Kreis der Beschuldigten ist groß. Ermittelt wird unter anderem gegen Kurz' engste Vertraute, gegen Ex-Familienministerin Sophie Karmasin sowie den früheren Kabinettschef im Finanzministerium, Thomas Schmid. Die Beschuldigten bestreiten alle Vorwürfe.