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Quergeschrieben

Blackout: Was passiert, wenn in Europa das Licht ausgeht?

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APA/ROBERT JAEGER
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Die Warnungen vor einer Pandemie wurden ignoriert. Ein Kollaps der Stromversorgung hätte noch schlimmere Folgen. Sind wir darauf vorbereitet?

Alle reden von der CO2-Reduktion, Realisten reden vom Wetter. Man kann nämlich nur hoffen, dass der Winter viel milder wird, als die Klima-Apokalyptiker befürchten. Weltweit sterben wesentlich mehr Menschen an Kälte als an Hitze. Jahr für Jahr erfrieren in Asien und in Afrika 3,6 Millionen Menschen.

Aber es gibt auch in Europa einen guten Grund, sich einen nicht zu kalten Winter zu wünschen, denn das Risiko eines Blackouts steigt. Ein Blackout ist ein überregionaler, großflächiger Zusammenbruch der Stromversorgung, der länger als zwölf Stunden andauert und weitere elementare Infrastrukturen lahmlegt, insbesondere auch jene der Telekommunikation. Experten gehen davon aus, dass es mindestens eine Woche dauern würde, bis es danach wieder eine stabile Stromversorgung gibt.

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Das Österreichische Bundesheer erwartet ein solches lebensbedrohendes Ereignis innerhalb der nächsten fünf Jahre. Herbert Saurugg, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, ist ein Experte auf dem Gebiet der Energiewende und der Verwundbarkeit lebenswichtiger Infrastrukturen. Saurugg empfiehlt allen dringend, sich für den Ernstfall vorzubereiten. Jeder müsse in der Lage sein, mindestens zwei (!) Wochen lang mit eigenen Vorräten an Wasser, Nahrung und Medikamenten auszukommen. Auf der äußerst lesenswerten Website (saurugg.net) erklärt er, wie man solche Vorräte anlegt und wie man sich im Fall eines Blackouts zu verhalten hat. Die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern werde frühestens in der zweiten Woche wieder einsetzen: „Dann haben wir aber bereits rund sechs Millionen Menschen, die hungern.“ Ein solcher Blackout würde „zur größten Katastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg führen und einen globalen Schock auslösen“.