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Cyberangriffe

USA beraten mit Verbündeten Kampf gegen Erpressersoftware

APA/AFP/GREG BAKER
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30 Staaten beraten gemeinsam mit den USA über eine Strategie bei Hackerangriffen. Russland wurde „aus einer Reihe von Gründen“ nicht eingeladen.

Unter Ausschluss Russlands beraten Vertreter von 30 Staaten mit den USA eine gemeinsame Strategie gegen die wachsende Gefahr durch Erpressungssoftware (Ransomware) und andere Cyber-Bedrohungen. „Aus einer Reihe von Gründen“, war Russland nicht eingeladen. Wohl auch, weil Cybersecurity-Berichten zufolge, viele Angriffe der jüngsten Zeit auf einen Ursprung in Russland und der Ukraine zurückzuführen sind. Auch die USA teilen diese Meinung, wonach die Regierungen beider Länder die Hackergruppen stillschweigend dulden. 

"Zu dieser ersten Gesprächsrunde haben wir die Russen aus einer Reihe von Gründen nicht eingeladen", sagte eine Beamtin. Man führe mit Russland aber auf anderen Kanälen Gespräche über dieses Thema. Es seien etwa Informationen mit Moskau über Ransomware-Aktivitäten ausgetauscht worden, die von Russland aus durchgeführt worden seien. "Die russische Regierung hat einige Schritte unternommen, und wir sind auf weitere Maßnahmen gespannt."

Es gehe bei den virtuellen Beratungen um die Verbesserung der nationalen Widerstandsfähigkeit bis zu Erfahrungen mit dem Missbrauch virtueller Währungen etwa bei Lösegeldzahlungen. "Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass kritische Infrastrukturen gegen böswillige Cyber-Aktivitäten widerstandsfähig sind (...) und dass wir unsere kollektive Cyber-Verteidigung verstärken", hieß es.

Zu den teilnehmenden Staaten gehören Kanada, Australien, Großbritannien, Indien, die Ukraine, Brasilien, Israel, Japan, die großen EU-Staaten Deutschland und Frankreich sowie die EU selbst. Österreich ist an dieser ersten Konferenz zu dem Thema nicht beteiligt, wie es auf APA-Anfrage aus dem Außenministerium hieß. "Österreich steht aber im Rahmen seiner strategischen Partnerschaft mit den USA in einem bilateralen Austausch zu Fragen der Cybersicherheit", wurde zugleich betont.