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Kommentar

Ja zum Recycling, aber ohne Zwangspfand

Sinnvoller wäre es, die Sammlung besser zu organisieren.

Nach dem Klimaticket haben die Grünen mit dem Plastikpfand nun ihr zweites Leuchtturmprojekt. Letzteres ist aber umstritten. Und das aus gutem Grund. Denn das Problem zu geringer Recyclingquoten ist regional sehr unterschiedlich verteilt. So erfüllen drei Bundesländer schon jetzt die EU-Vorgaben, fünf liegen knapp darunter. Nur Wien liegt massiv hinten und senkt den Schnitt. Grund dafür ist, dass überall sonst Plastikmüll flächendeckend bei den Haushalten abgeholt wird. In Wien muss meist zu Müllinseln auf der Straße gegangen werden.

Der Weg dahin mag nur ein paar Hundert Meter sein. Doch Verhaltensökonomen wissen, dass dies oft die Barriere dabei ist, ob getrennt wird oder nicht. Statt ein aufwendiges neues Pfandsystem einzuführen, sollte zuerst einmal die Möglichkeit, Plastikmüll getrennt zu entsorgen, flächendeckend vereinfacht werden.

jakob.zirm@diepresse.com