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Coronavirus

Die Zweifel an der deutschen Impfquote und der „Österreich-Faktor“ in Bayern

Ein Bericht des Robert-Koch-Instituts sorgt für Verwirrung. Die hohe Zahl an Coronafällen in Bayern wird mit der Lage in Oberösterreich und Salzburg verbunden.

Jan Josef Liefers hat es in diesem Jahr nicht leicht. Im April nahm der Schauspieler an „Alles dicht machen“ teil, wo er sich – auch mit österreichischen Kollegen – über die Maßnahmen gegen die Coronapandemie lustig machte. Die Videos sorgten für Empörung, die vor allem der durch die Krimi-Serie „Tatort“ bekannte Liefers abbekam.

Um seinen Ruf etwas zurechtzurücken, absolvierte der 57-Jährige vor Kurzem eine Schicht in einer Intensivstation, in der Covid-Fälle behandelt werden. Was er dann im Fernsehsender des Boulevardblattes „Bild“ berichtete, passte aber wieder nicht allen.

Nach seinen Schilderungen aus dem Krankenhausalltag sagte Liefers, er sei dagegen, die noch ungeimpften Deutschen zu einer Immunisierung gegen Sars-CoV-2 zu drängen. „Zumal wir ja eine Impfquote haben, die ganz offensichtlich viel, viel höher ist, angeblich 90 Prozent Impfbereitschaft der Menschen in Deutschland“, so Liefers.

Es ist keine Verschwörungserzählung aus den Tiefen des Internets, auf die er sich bezieht, sondern ein Bericht des Robert-Koch-Institutes (RKI), der staatlichen Einrichtung für „Krankheitsüberwachung“. In dem vor einer Woche publizierten Papier wird die Impfquote unter den Erwachsenen in Deutschland um fünf Prozentpunkte höher geschätzt als bisher ausgewiesen.