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Pizzicato

Sandkastenduell im All

Der kleine Jeff und der kleine Elon müssen als Buben ein ziemliches Faible für ferne Galaxien und die Überwindung von Zeit und Raum entwickelt haben.

Sie flüchteten in eine Science-Fiction-Welt, und so wurden die beiden Nerds zu „Trekkies“, zu Fans der TV-Serie „Star Trek“ alias „Raumschiff Enterprise“, mit Uniformen, Gimmicks und allem Schnickschnack. Der eine eiferte vielleicht mehr Captain James T. Kirk nach, der andere mehr Mister Spock – und beide schwärmten wohl für Lieutenant Uhura.

Rund 50 Jahre später liefern sich die Multimilliardäre Jeff Bezos und Elon Musk ein Duell um Macht, Reichtum und ihren Rang im globalen Ranking. Dabei führen sie sich auf, als wären sie dem Sandkasten kaum entwachsen – nur dass ihr Spielplatz jetzt das Universum ist. So verlieh Musk seinem Rivalen symbolisch eine Olympische Silbermedaille, weil er ihn in der Bloomberg-Liste der reichsten Menschen auf dem Planeten überflügelt hat. Es verhält sich so ähnlich wie zwischen Beatles und Rolling Stones: „Eine Blues-Cover-Band“, so lästerte Sir Paul McCartney über die Stones.

Bezos gelang indes der ultimative PR-Coup: Er jagte Methusalem William Shatner, die Kultfigur Kirk aus „Star Trek“, für einen Wimpernschlag der Geschichte ins All. Zum Start wandelte Shatner sein geflügeltes Wort ab: „Beam me up, Jeff.“ (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.10.2021)