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Wien Museum

Wiener Kunst von Goebbels Gnaden

Das Künstlerhaus begrüßt 1938 den „Führer“: Hier wurde nach dem „Anschluss“ die Wiener Landesleitung der Reichskammer einquartiert.Österreichische Nationalbibliothek
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3000 erstmals erforschte Akten aus der Wiener Reichskammer der bildenden Künste zeigen, wie die NS-Kunstpolitik in Wien funktionierte. Die Ausstellung „Auf Linie“ macht das anschaulich – mit vielen Kunstwerken aus Wiener Depots.

Direkt neben dem Wien Museum Musa, im Rathaus, befand sich einst das Kulturamt der Stadt Wien. Dort wurden im Nationalsozialismus Künstler gefördert, Auftragsarbeiten verteilt, Wettbewerbe ausgeschrieben. Was in Wien zu sehen sein sollte an Heldenstatuen, arischen Familienidyllen oder hakenkreuzgeschmückten Stadtbildern, wurde hier gesteuert. Stilistisch war trotz enger Grenzen so einiges vertreten. Doch eines hatten all diese unterschiedlichen Künstler gemeinsam: Sie waren Mitglieder in der von Goebbels gegründeten Reichskammer der bildenden Künste – genauer, ihrer im Künstlerhaus stationierten Wiener Dependance. Nur wer hier aufgenommen wurde, durfte seinen Beruf öffentlich ausüben.