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Windows 11

Microsoft: Der PC wird wichtig bleiben

Windows 11 erschien, gemeinsam mit einer Reihe an neuen Microsoft-Geräten, Anfang Oktober.(c) Microsoft
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Tablets, große Smartphones und Convertibles: Das Ende des herkömmlichen PC wird seit Jahren prognostiziert. Durch die Pandemie hat sich das Blatt abermals für die längst totgesagte Sparte gewendet.

Wie oft doch schon das Ende des PC in den vergangenen Jahren eingeläutet wurde. Von Sättigung des Marktes bis hin zur Verdrängung durch neue Gerätekategorien wurden von Marktforschungsinstituten prognostiziert. Die Pandemie hat nun aber den Markt noch einmal gehörig durcheinander gerüttelt. Distance Learning und Home Office haben der totgesagten Sparte neuen Aufschwung gegeben. Für Microsoft Windows Chef Panos Panay wird die Pandemie eine nachhaltige Wirkung haben: "Der PC ist von etwas, was die Leute vielleicht irgendwie brauchen, zu etwas geworden, was sie unbedingt brauchen - und jetzt auch haben wollen", sagte Panay. Unter diesem Gesichtspunkt wurde auch Windows 11  entwickelt.

Microsoft habe sich bei Windows 11 die Frage gestellt, was die Nutzer in den kommenden drei Jahren vor allem von ihren PCs brauchen würden, sagte Panay. Da die Computer mehr als zuvor für Arbeit und Freizeit genutzt würden, seien Kameras und Mikrofone wichtiger geworden - und das werde auch so bleiben. Auch relevanter sei die schnellere Anzeige neuer Informationen und Benachrichtigungen.

"Die Menschen müssen sich nahtlos zwischen ihrer Arbeits- und Privatumgebung bewegen können", betonte Panay. "Denn mein Büro, mein Homeoffice, meine Couch, mein Wohnzimmer, mein Küchentisch, sie wachsen alle stärker zusammen denn jemals bevor." Ein Thema bei Windows 11 sei auch gewesen, durch optische Verbesserungen die Belastung für die Augen zu senken, da die Menschen schlicht mehr Zeit vor den Bildschirmen verbrächten.

Microsoft integriert in Windows nun auch seine Kommunikations-Software Teams, was Kritik und Beschwerden von einem Konkurrenten wie Slack auslöste.

Windows ist nach wie vor das klar meistgenutzte Betriebssystem bei Personal Computern, aber seit Jahren baut auch Apple den Marktanteil seiner Mac-Computer aus und Google ist mit seinem netzbasierten Chrome OS vor allem im Bildungsbereich - vor allem in den USA - erfolgreich. In der aktuellen Digitalisierungs-Initiative des Bildungsministerium entschieden sich nur fünf Prozent der teilnehmenden Schulen, bzw. Klassen für Chrome OS. Hier hat weiterhin Microsoft die Nase vorne: 42 Prozent der bestellten Geräte sind Windows-Notebooks, weitere 22 Prozent werden Windows-Tablets erhalten, sobald die Ausschreibung abgeschlossen ist. Diese musste wiederholt werden, da der Selbstbehalt aufgrund der geforderten technischen Ausstattung zu hoch gewesen wäre.

27 Prozent der bestellten Geräte entfielen auf Apples iPads. Der kalifornische Konzern arbeitet seit Jahren intensiv daran, in Schulen Fuß zu fassen. Dafür wurde auch vor knapp einem Jahrzehnt eine eigene Bildungsplattform mit angepassten Inhalten für das Betriebssystem auf den Weg gebracht. Apple als iPhone-Anbieter profitiert dabei auch von der Möglichkeit, das Nutzer-Erlebnis über verschiedene Geräteklassen hinweg zu synchronisieren. Microsoft hat dagegen nach dem Scheitern von Windows Phone keine eigene Smartphone-Plattform mehr. Panay sieht seinen Fokus im Wettbewerb mit Apple darin, den Kunden eine möglichst breite Auswahl an verschiedenen Arten von PCs für deren jeweilige Nutzungsszenarien zu bieten.

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150.000 Geräte werden in den kommenden Wochen an die Schulen geliefert. Bei Windows-Tablets gibt es Verzögerungen.

 

(bagre/APA/DPA)