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Oberösterreich

Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Hein zieht sich aus der Politik zurück

Der bisherige Stadtrat Michael Raml wird die Linzer FPÖ in der kommenden Stadtregierung vertreten.

Der Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein zieht sich aus der Politik zurück. Er führte für diesen Schritt in der erweiterten Sitzung der Bezirksparteileitung gesundheitliche Gründe an. Der bisherige Stadtrat Michael Raml wird die Linzer FPÖ in der kommenden Stadtregierung vertreten. Das teilte die Partei in einer Presseaussendung am Donnerstag mit.

Hein hatte heuer im Frühsommer eine Gehirnblutung erlitten und war danach sieben Wochen außer Gefecht. Dennoch blieb er FPÖ-Spitzenkandidat für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl. Kurz vor dem Urnengang ist er auch noch mit dem Corona-Viurs infiziert worden, hatte jedoch nur leichte Symptome gehabt. Am Donnerstag vor dem Wahlsonntag am 26. September hat er sich aus der Quarantäne freigetestet. Nunmehr erklärte er, er habe vor, noch viele Jahre mit seiner Familie zu verbringen. "Deshalb ist es jetzt für mich von höchster Bedeutung, dass ich meine ganze Energie auf die rasche und vollständige Genesung meiner Hirnblutung konzentriere".

Neue Eisenbahnbrücke als Höhepunkt

Seine Entscheidung sich nach zwölf Jahren als Kommunalpolitiker zurückzuziehen, habe er nach eingehender Rücksprache mit seinen Ärzten, die ihm zur Schonung geraten haben, getroffen. Die heuer erfolgte Fertigstellung und Eröffnung der Neuen Eisenbahnbrücke sei der Höhepunkt seiner politischen Karriere gewesen. Hein war seit 2009 FPÖ-Ortsparteiobmann und im Gemeinderat, seit 2015 Stadtrat, seit 2019 Vizebürgermeister und unter anderem für Verkehrsplanung, Baurechtsangelegenheiten und Raumplanung zuständig. Er hat ein Informatik-Studium absolviert und war danach unter anderem einschlägig selbstständig tätig. Hein ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter sowie einen Sohn.

Bei der Gemeinderatswahl verlor die FPÖ 10,92 Prozentpunkte und fiel hinter SPÖ, ÖVP und Grüne vom zweiten auf den vierten Platz zurück. Sie hält jetzt bei 13,97 Prozent. Als Bürgermeisterkandidat landete er auf dem vierten Platz und kam nicht in die Stichwahl, die der bisherige Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) gewann.

(APA)