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Nationalrat

Kurz sitzt wieder in der ersten Reihe

Sebastian Kurz, zwischen August Wöginger (l.) und Peter Haubner.
APA/AFP/JOE KLAMAR
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Während sein Nachfolger in Brüssel ist, wird Sebastian Kurz als Nationalratsabgeordneter angelobt. Schattenkanzler will er keiner sein. Die Grünen meidet er.

Donnerstagfrüh liegt noch ein Hauch alter Normalität in der kalten Luft über dem Wiener Josefsplatz. Sebastian Kurz betritt einen roten Teppich, Sebastian Kurz wird von unzähligen Kameras eingefangen, Sebastian Kurz sagt etwas, das morgen in allen Zeitungen steht.

Aber es geht hier nicht zum EU-Gipfel, sondern zur Sitzung des österreichischen Nationalrats. Und während Alexander Schallenberg in Brüssel seinen ersten Auftritt als Bundeskanzler hat, wird Sebastian Kurz als Abgeordneter angelobt. Sein Lächeln wirkt ein wenig aufgesetzt. In einem frühmorgens auf Facebook veröffentlichten Video, adressiert an die türkise „Familie“, spricht Kurz von „Enttäuschung, Resignation und Wut“.

Im Plenarsaal aber ist die Stimmung bestens. Die ÖVP-Mandatare nehmen den neuen Klubchef freudig in Empfang. Ein Schulterklopfen hier, ein Scherzchen da. August Wöginger, der die ganze Zeit neben Kurz hergelaufen ist, wurde zum Stellvertreter degradiert. Aber es scheint ihm nichts auszumachen. Die Kollegen aus den anderen Fraktionen verfolgen das Spektakel aus einiger Entfernung. Nur Sigrid Maurer nicht. Sie schaut lieber in ihre Unterlagen.