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Literatur

Autorin Ursula Poznanski: „Das ist das erste Buch, das ich aus Wut geschrieben habe“

Sie lebt in Rodaun und macht ältere Kinder süchtig nach ihren Büchern: Die 1968 geborene Ursula Poznanski.
Sie lebt in Rodaun und macht ältere Kinder süchtig nach ihren Büchern: Die 1968 geborene Ursula Poznanski.(c) Michèle Pauty (Michèle Pauty)
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Österreichs erfolgreichste Jugendbuchautorin seit Christine Nöstlinger knöpft sich in „Shelter“ Verschwörungstheorien vor. Wie es dazu kam, verriet sie der „Presse“ - und auch, wie sie das Deutschlanddeutsch umgeht.

Die Presse: In „Shelter“ geht es um eine als Experiment gestreute Verschwörungstheorie. Wollten Sie die Jungen aufklären?

Ursula Poznanski: „Shelter“ ist das erste Buch, das ich aus Wut geschrieben habe, vermutlich auch das erste, wo ich Gegenwind bekommen werde. Da geht es ja gleich auf den ersten Seiten ums Pendeln und um Heilsteine, und dann um das, womit wir jetzt ständig zu tun haben – Wissenschaft gegen Bauchgefühl. Laut einer Theorie müssten wir als Geimpfte übrigens spätestens am 30. September gestorben sein. Ich verstehe ja, dass solche Theorien einen Reiz haben, weil uns die Geheimnisse abhandengekommen sind, die Wissenschaft nimmt den Dingen das Geheimnis. Aber sinnvollerweise, sonst hätten wir heute keine Antibiotika. Darum war ich auch so fassungslos in der Pandemie. Ich dachte, alle werden sich mit Freude auf die Impfung stürzen. Misstrauen gegenüber dem Staat könnte ich noch verstehen. Das Misstrauen gegenüber der Wissenschaft verstehe ich nicht.

Hat es einen konkreten Anstoß für den Verschwörungstheorie-Plot gegeben?