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Tennis

„Tennis 2 Go“: Aufschlag auf dem Heumarkt

Erste Bank Open setzen auf kostengünstige Innovation mit Tickets ab zehn Euro.

Wien. Es ist eine Weltneuheit, mit der die Erste Bank Open (Qualifikation ab 23. Oktober, Hauptbewerb ab 25. Oktober) aufhorchen lassen. Gespielt wird nämlich nicht mehr einzig in der Wiener Stadthalle, sondern neuerdings auch mitten in der Stadt, am Heumarkt. Wie schon im August, als die Massen bei bestem Wetter zur Beachvolleyball-EM nahe dem Stadtpark strömten, soll das Publikum an Ort und Stelle abermals begeistert werden.

„Tennis 2 Go“ nennt sich das innovative Konzept, mit der eine Zielgruppe erreicht werden soll, die dem Tennis bislang noch nicht so nah stand. Für zehn Euro erhält man Zugang zur eigens errichteten Halle, die 1500 Zuschauer fasst. Die Location ermöglicht es, Stars bei Training und Matches aus nächster Nähe zu erleben. Das Ticket hat zwei Stunden Gültigkeit, bleibt man länger, so zahlt man beim Verlassen der Halle zehn Euro Aufpreis.

 

„Tennis in Häppchen“

Die eigentliche Idee hinter „Tennis 2 Go“ ist, als Besucher hineinzuschnuppern. Vor der Arbeit, nach der Arbeit – oder kurzerhand in der Mittagspause. Herwig Straka, Turnierdirektor und Veranstalter des ATP-500-Events in Wien, streicht die Möglichkeit hervor, „Tennis in kleinen Häppchen konsumieren. Man kann zum Beispiel um 10 Uhr eine Stunde einem Superstar wie Alexander Zverev beim Training zusehen – und dabei Kaffee trinken.“

Der genaue Tagesplan wird jeweils am Vorabend auf der Webseite des Turniers (erstebank-open.com) veröffentlicht, neben Trainings werden am Court auch Matches stattfinden. Im Gegenzug wird die kleinere Halle B der Stadthalle nur noch für Trainingszwecke genutzt und exklusiv mit dem VIP-Klub verbunden sein. „Tennis 2 Go“ soll zumindest bis 2023 seinen festen Platz in der Stadt haben. Straka: „Ich glaube, dass wir damit viel in Bewegung bringen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.10.2021)