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Einer von Wiens letzten Reggae-Clubs: Betreiberin Nadine Lenzinger (r.) und DJ Taff im Na Nang Club.
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2-G-Regel

Endlich wieder tanzen: Eine Vermessung des Wiener Nachtlebens

Die Clubs sind wieder voll, und wer fortgeht, scheint Corona für eine Nacht vergessen zu können. Nicht aber die Betreiber: Während sich die einen über lange Schlangen freuen, wird den anderen die 2-G-Regel zum Verhängnis. Die „Presse am Sonntag“ hat bei sechs Clubs nachgefragt – vom kleinen Gürtellokal bis zur Großdisco.

Keine andere Branche im Land war durch die Pandemie so lang geschlossen wie die Nachtgastronomie. Seit knapp drei Monaten darf nun wieder getanzt werden. In Wien gilt allerdings seit dem 1. Oktober: In Clubs dürfen nur jene, die geimpft oder genesen sind. Bis Ende Oktober ist diese Sonderregelung befristet.

Wie sich die Wiener Sonderregel in den Clubs auswirkt, sei sehr unterschiedlich, sagt Martina Brunner von der Vienna Club Commission. „Nach dem ersten Wochenende, an dem 2-G galt, erzählte uns ein Club, dass er sogar mehr Umsatz machte als an demWochenende zuvor, als man noch mit PCR-Test kommen durfte“, so Brunner. „Andere Clubs, zu denen bisher viele Getestete gekommen sind, berichteten von Rückgängen.“

Nach dem ersten Wochenende, an dem in Wien nur Geimpfte und Genesene in Clubs feiern durften, hätte es Umsatzrückgänge zwischen 20 und 40 Prozent gegeben, berichtete etwa Stefan Ratzenberger, Sprecher des Verbandes der Nachtgastronomen. Betroffen seien vor allem Betriebe, die ein sehr junges Publikum anziehen – das noch nicht in dem Ausmaß geimpft sei wie etwa Personen ab 25 Jahren.