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Walk of Häme

Raumschiff Bezosprise

Oder warum harte Trainings für Raumfahrer wie William Shatner gestrichen sind.

In dem ganzen Trouble, Theater, Tohuwabohu (drei Wörter mit T, Sie können sich eines aussuchen, untertrieben sind alle drei) ist eine veritable Sensation fast ein wenig untergegangen. Veritabel verwenden wir deshalb, weil es immer nur zu Ehren kommt, wenn die Politik im Nachhinein zugibt, dass es gerade etwas eng war (schlag nach unter: Krise, veritable). Die veritable Sensation der Woche war jedenfalls der Kurzflug ins All von William Shatner.

Shatner? Das ist ein kanadischer Schauspieler, den man je nach Geburtsdatum entweder aus „The Big Bang Theory“ (jünger), „Boston Legal“ (mittel) oder eben „Raumschiff Enterprise“ (älter) kennen kann. Ältere müssen ihn kennen, da im linearen Fernsehen kein Vorbeikommen an ihm war. In der Endlosserie „Raumschiff Enterprise“ (nicht der Originaltitel „Star Trek“, damals war kein Herankommen an Originalversionen) spielte Shatner Captain James T. Kirk und raste mit seinem Raumschiff durch unbekannte Galaxien.

Diese Woche unternahm der inzwischen 90-Jährige eine echten Flug ins All mit der Touristenrakete von Jeff Bezos und gab nach seiner Rückkehr zu Protokoll: „Ich hatte ja keine Ahnung.“ Für alle diejenigen, die bei Science Fiction sofort an die Enterprise denken, ist Shatnerkirk in einem echten Raumschiff ein schwer fassbarer Realitäts-Fiktions-Clash. In der „Presse“ erschien der Bericht über Shatners Ausflug übrigens unter dem spröden Fangwort „Raumfahrt“.