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Gesundheitsumfrage

Googlen bis der Arzt kommt

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SymbolbildUnsplash
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In Österreich googelt man bei gesundheitlichen Beschwerden eher als zum Arzt zu gehen. Das zeigt eine Umfrage der WHO.

Zu Gesundheitsthemen informiert sich die österreichische Bevölkerung vor allem via Internet. 43 Prozent gaben im Rahmen einer WHO-Umfrage zur Gesundheitskompetenz an, Webseiten und soziale Medien zu nutzen. Sechs Prozent weniger nennen Ärztinnen und Ärzte sowie Angehörige anderer Gesundheitsberufe als erste Anlaufstelle. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sieht in den Ergebnissen zur selbsteingeschätzten Gesundheitskompetenz einen "deutlichen Handlungsbedarf“.

Der Begriff Gesundheitskompetenz umfasst das Wissen, die Motivationen und Fähigkeiten, relevante Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen sowie im Alltag anzuwenden. Es sollen Entscheidungen getroffen werden können, die die eigene Gesundheit und Lebensqualität erhalten oder verbessern. Hierbei spielen sowohl individuelle Fertigkeiten als auch Anforderungen, mit denen man in diesem Bereich konfrontiert ist, eine Rolle.

Hürde bei psychischen Problemen

Herausforderungen bestehen vor allem im Umgang mit psychischen Problemen. Etwa bei der Suche zu Therapien und Behandlungen, dem Beurteilen und Anwenden von Gesundheitsinformation sowie bei Informationen rund um das Thema Prävention. Jede Fünfte der 3000 im Vorjahr befragten Personen gab außerdem Schwierigkeiten bei der Beurteilung von Impfungen an.

Menschen in prekären fianziellen Situationen sowie jene mit maximal Pflichtschulabschluss hatten eine geringere selbsteingeschätzte Gesundheitskompetenz als der Durchschnitt. Eine geringere Gesundheitskompetenz geht mit einem ungünstigerem Bewegungs- und Ernährungsverhalten und einer Häufung von chronischer Erkrankungen und gesundheitsbedingten Einschränkungen im Alltag einher. 

Statement des Gesundheitsministers

Mückstein verwies auf Erfolge der vergangenen Jahre, etwa durch die 2015 gegründete Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz, der mittlerweile über 80 Mitgliederorganisationen - darunter Fachhochschulen, Apotheken, die Österreichische Gesundheitskasse sowie Obdachlosenhilfsvereine - angehören. "Der eingeschlagene Weg muss die nächsten Jahre noch konsequenter verfolgt werden. Die Ergebnisse bestätigen außerdem meine Anstrengungen, Gesundheit und Soziales gemeinsam zu denken. Die Gesundheitskompetenz ist auch eine soziale Frage und in der Gesellschaft ungleich verteilt", sagte der Gesundheitsminister.

Hier geht es zum vollständigen Ergebnisbericht.

Helpline

Das psychologische Beratungsservice des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen hilft kostenlos und anonym - am Telefon und per E-Mail.

01 504 8000
Montag bis Donnerstag 9:00 bis 13:00 Uhr

helpline@psychologiehilft.at

 

 

(apa/evdin)