Cucina Alchimia
Kochkunst

Ein Kochkollektiv in Bruchstücken

Aus zwei Kollektiven wächst ein kulinarisch-experimentelles „Institut“: die Cucina Alchimia.

In einem der letzten Häuser der Hernalser Hauptstraße hat das Kochkollektiv „das Vulgo“ in schmalen, unauffälligen Räumlichkeiten hinter gläserner Tür seinen Sitz. Der schwarz glänzende Jagdhundmischling Vito läuft dort tonlos zwischen seinem Herrchen Jakob Bretterbauer und dessen Kollegen Sendi Gbinia hin und her, im Hintergrund Musik aus einem alten Radio, eine Sitzbank wie aus dem Autobus entnommen, eine große Espressomaschine, zwei Kühlschränke, die — wie sich später herausstellen wird — randvoll sind mit vor sich hin fermentierenden und eingelegten Speisen.

Cucina Alchimia
Cucina AlchimiaChristine Pichler

Im Keller hängen schwere, tätowierte Schweinekeulen, an denen Kojisporen seit Monaten gemächlich daran arbeiten, das Fleisch zu veredeln. Also eigentlich eine erwartbare Umgebung für überzeugte Food-Nerds in ihren Dreißigern, wären da nicht noch zusätzlich die vielen Designobjekte, die sich nicht so recht verorten lassen. Bretterbauer und Gbinia haben ihr Catering, das immer schon einen Schwerpunkt auf die Verwertung von Essensresten und Konservierung von Lebensmitteln gelegt hat, nämlich Anfang des Jahres an das Designkollektiv Breaded Escalope andocken lassen.


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