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Kindermusik

Matthäus Bär: „Mein Auftrag ist erledigt“

Matthäus Bär im Espresso Burggasse
Matthäus Bär im Espresso Burggasse(c) Jana Madzigon
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Matthäus Bär, Sänger der besten elternfreundlichen Kinderlieder der Welt, hört auf. Kleiner Trost: Er macht weiter Musik – und schreibt Kinderliteratur.

Ganz zu Beginn, im ersten Lied, kann man sich noch in der Hoffnung wiegen. „Ja, es ist wahr“, heißt es darin, „Matthäus Bär ist immer noch da.“ „Kaffee & Bier“ klingt dann schon nach dem langsamen Ende einer Kindheit. Und wenn Manuel Rubey im gesprochenen Text zum Abschluss „allzeit gute Fahrt“ wünscht, dann klingt das schon ziemlich nach Abschied, auch wenn man es nicht ganz versteht (abgesehen davon, dass natürlich Kinderlieder gern im Auto gespielt werden).

„Ein Insiderschmäh“, sagt Matthäus Bär bei Tee und Schokocroissant im Espresso Burggasse. Es handle sich um ein Zitat eines seiner großen Vorbilder, Jonny Hill. Der Grazer, Bruder von Folke Tegethoff, hatte in den Siebzigern Trucker-Songs geschrieben und gecovert, darunter „Ruf Teddybär Eins-Vier“ über den Funkkontakt zwischen einem Lkw-Fahrer und einem Buben im Rollstuhl: tragisch, schnulzig und pathetisch. Ein „guilty pleasure“, sagt Bär. „Wenn wir auf Tour sind, quäle ich meine Leute mit diesen Songs.“