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Entlastungspaket

Lehrergewerkschaft handelt Erfolg heraus

Um die Belastungen für Direktoren zu lindern, schnürt das Ministerium ein Entlastungspaket mit zusätzlichen Mitarbeitern und strafferer Kommunikation.

Von einer Situation „an der Grenze des Machbaren“ sprach der oberste Lehrergewerkschafter in den Pflichtschulen, Paul Kimberger, Anfang Oktober in der „Presse“. Gemeint hatte er damit den turbulenten Corona-Schulstart, der „noch nie so fordernd“ gewesen sei wie heuer. In einem offenen Brief wandte er sich an Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), um von diesem Maßnahmen zur Entlastung zu fordern.

Mit Erfolg, wie ein am Dienstag gemeinsam präsentiertes Paket mit Entlastungsmaßnahmen zeigt. Damit sei man „unserem Ziel nach spürbarer Entlastung für unsere Schulen einen wesentlichen Schritt näher gekommen“, lobte Kimberger das Ergebnis seiner Verhandlungen mit dem Ministerium. Die Zusammenarbeit sei konstruktiv gewesen, berichtet man auch aus Faßmanns Büro auf Nachfrage.

Mehr Personal

Anders als bei Bundesschulen gab es an Pflichtschulen bisher keinen fixen Anspruch auf administratives Unterstützungspersonal. Das ändert sich nun: 600 Vollzeitstellen werden geschaffen, die nach einem Schlüssel, der sich nach den Schülerzahlen richtet, verteilt werden. Die Gehälter zahlt der Bund zu zwei Dritteln. Ein Drittel kommt vom jeweiligen Land beziehungsweise Schulerhalter. Neue Servicestellen in den Bildungsdirektionen sollen die Schulleitungen ebenfalls mit Rat und Tat unterstützen.

Weniger Bürokratie

„Die Schulleitungen leisten jeden Tag Enormes“, betonte Faßmann am Dienstag. Deshalb sei es nicht nötig, „noch zusätzliche bürokratische Anforderungen zu stellen“. Bezug nahm er – neben der täglichen Bestellung und Inventur der Tests – dabei auf die für Jänner geplanten Schulentwicklungspläne. Die Erstellung beziehungsweise Abgabe dieser wird um ein Jahr verschoben. Dasselbe gilt für das Qualitätshandbuch für Schulen. Zudem wird die geplante Erhebung zu den Deutschförderklassen und -kursen gestrichen. Die Daten werden im Rahmen der standardmäßigen Schulstatistik Anfang 2022 dokumentiert.

Effiziente Kommunikation

Wichtige Informationen zu spät oder „nur aus den Medien“ zu erfahren, sorgte ebenfalls für Unmut in jüngster Zeit. Das soll sich nun ändern: Ab November sollen Rundschreiben und Erlässe „bis auf Weiteres“ nur montags an die Schulen kommuniziert werden, „um eine klare zeitliche Struktur zu etablieren“. So will man auch Mehrfachinformationen zum selben Thema vermeiden.