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Konflikt

Saudisches Militärbündnis tötet Hunderte Houthi-Rebellen im Jemen

APA/AFP/MOHAMMED HUWAIS
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Der Konflikt im Jemen hat das ohnehin stark verarmte Land an den Rand einer Hungersnot gebracht. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Marib im Jemen hat das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche 700 Houthi-Rebellen getötet. Allein am Dienstag seien fast 50 der vom Iran unterstützten Kämpfer bei Angriffen getötet worden, teilte die Koalition mit. Das saudisch geführten Militärbündnis kämpft an der Seite der jemenitischen Regierung in dem Bürgerkrieg.

Die Houthis wollen Marib einnehmen und rückten zuletzt immer weiter auf die Stadt vor. Marib ist die letzte Gegend im Norden, die noch in der Hand der Regierungstruppen ist. Die Region verfügt zudem über einen Großteil der Energieressourcen des Landes.

Vor einer Woche ließ ein Houthi-Militärsprecher verlauten, die Rebellen hätten bei Angriffen bereits große Gebiete eingenommen und dabei 1300 Menschen getötet. Auf welchen Zeitraum sich die Opferzahl bezog, sagte er nicht. Die Houthis versuchen seit Februar in einer neuen Offensive, die Stadt zu erobern. Damit wollen sie ihre Macht im Land festigen und die von ihnen beherrschten Gebiete im Norden mit Hilfe der Öl- und Gasvorkommen auch wirtschaftlich sichern.

Riad hatte 2015 mit arabischen Verbündeten einen Militäreinsatz gegen Jemens Houthi-Rebellen begonnen. Das sunnitische Königreich sieht in ihnen Verbündete seines schiitischen Erzfeindes Iran. Die Houthis kontrollieren große Teile im Norden des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa.

Der Konflikt im Jemen hat das ohnehin stark verarmte Land an den Rand einer Hungersnot gebracht. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Sollten die Rebellen Marib einnehmen, dürfte sich die humanitäre Lage weiter verschlechtern. Im Großraum der Stadt leben nach UN-Angaben eine Million Vertriebene, denen durch die Kämpfe eine erneute Flucht droht. Bemühungen für eine Lösung des Krieges blieben bisher weitestgehend erfolglos.

(APA)