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Europa League

2:1 - Premierensieg lässt Rapid wieder träumen

Europa League - Group H - SK Rapid Wien v Dinamo Zagreb
REUTERS
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Grünweiß feiert mit dem 2:1 gegen Dinamo Zagreb den ersten Sieg in Gruppe H, die Tore schossen Grüll und Hofmann. Sind damit alle Diskussionen um Trainer Kühbauer beendet? Eine Uefa-Strafe sorgt in Hütteldorf jedenfalls für Ärger.

Wien. Rapid kann doch überraschen und gut Fußball spielen. So einfach lässt sich der Europa-League-Auftritt gegen Dinamo Zagreb skizzieren. Sicherer Rückhalt mit Gartler, Innovation durch Grüll, 22.300 2-G-Zuschauer und trotz quälender Stagnation in der Offensive (Kara) gelangen Grünweiß die ersten Treffer und der Premierensieg in Gruppe H.

Das 2:1 gegen die Kroaten, die Tore schossen Grüll und Hofmann (erlitt später einen Nasenbeinbruch), nährt die leise Hoffnung auf mehr. Zumindest kann Didi Kühbauer vorerst in Ruhe weiterarbeiten.

Die Ausgangslage für Rapid war eigentlich trist: seit dem Einzug in die Europa League Ende August schaffte Grünweiß nur zwei Siege, einen davon im ÖFB-Cup. Ansonsten? Zwei Remis – und fünf Niederlagen, in zwei EL-Partien schoss die Kühbauer-Elf bis gestern kein Tor.

Auch das Heimspiel gegen Zagreb begann mit einer Offensive des Gegners, untermalt von kroatischen, sehr lauten Fanchorälen – auch aus Wiener Sektoren, begleitet von bengalischem Feuer und Krachern. Trotzdem, die Hausherren hatten die erste echte Chance. Bloß Kara, der weiterhin um seine Vertragsverlängerung pokert, verstolperte einmal mehr eher kläglich (6.).

So laut die Fans des kroatischen Serienmeisters waren, das Spiel machte tatsächlich Rapid. Arase tanzte Gegenspieler aus, passte zu Grüll – der ÖFB-Teamspieler traf zum 1:0 (9.). Doch wie so oft in dieser Saison gingen Rapid dann Ordnung und Nerven verloren. Einem Freistoß folgte ein hoher Ball in den Strafraum, Oršić sah die Flugkurve, Aiwu und Stojković reklamierten plump Abseits. Der Kroate traf zum 1:1 (24.).

60.000 € Strafe, auswärts einmal ohne Fans

Rapids Angriffs-Duo Kara und Fountas enttäuschte schwer. Kara vergab Topchancen, der Grieche lieferte nur Sprints und vereinzelt Pässe. Als Hofmann nach einem Freistoß (von Grüll getreten) mit einem Kopfball auf 2:1 (34.) stellte, waren die SCR-Stürmer erneut nirgends. Ob man in Hütteldorf nicht besser beraten wäre, „echte“ Goalgetter zu engagieren?

Gegen Zagreb spielte Rapid jedenfalls flott – und die Kroaten? Es donnerte nur im Fansektor. Von der Uefa trudelte bereits Post in Hütteldorf ein: Rapid muss ob der Fan-Vorfälle bei West Ham 60.000 Euro Strafe zahlen – und ein EC-Auswärtsspiel ohne Anhang bestreiten. Weitere Strafen drohen wegen Zagrebs Fans. Zumindest herrscht in Hütteldorf neue Zuversicht - der Klub kann doch noch gewinnen.