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Stimmung

Pool der Impfbereiten in Österreich laut Umfrage ausgeschöpft

Russia Coronavirus Vaccination 6661296 28.09.2021 A healthcare worker prepares a dose of Sputnik V (Gam-COVID-Vac) vacci
imago images/SNA
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Ein Prozent der Österreicher sei noch willig, acht Prozent zögerlich bzw. unentschlossen, 17 Prozent nicht impfbereit, ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des des Austrian Corona Panel Projects.

Schon seit geraumer Zeit stagniert in Österreich der Impffortschritt bei der Corona-Schutzimpfung. Aktuellen Daten des Austrian Corona Panel Projects (ACPP) der Uni Wien zufolge ist das der Grund: "Der Pool der Impfbereiten ist so gut wie vollständig ausgeschöpft, nur Zögerliche bzw. Unentschlossene und Nicht-Impfbereite verbleiben", hieß in dem dazugehörigen Corona-Blog-Beitrag (https://viecer.univie.ac.at/corona-blog/corona-blog-beitraege/blog1 29/).

Auf dem Corona-Blog wird über die aktuellen Ergebnisse des Austrian Corona Panel Projects berichtet. Es handelt sich um eine Panelumfrage der Universität Wien mit einer Stichprobe von 1.500 Personen, die die soziodemografische Struktur der österreichischen Bevölkerung repräsentativ abbildet. Dabei befragen Wissenschafter und Wissenschafterinnen seit Pandemiebeginn regelmäßig dieselben Personen, um auf diese Weise Veränderungen in einer Zeit rascher Umbrüche nachverfolgen zu können. Die jüngste Befragungsrunde erfolgte im September.

Impfbereitschaft veränderte sich laufend

Dabei zeigte sich, dass im Beobachtungszeitraum von Mai 2020 bis September 2021 die Impfbereitschaft in Österreich dynamischen Veränderungen unterworfen war. Sie sank zwischen Mai 2020 und Oktober bzw. Dezember 2020 von 46 Prozent auf 32 Prozent. Seit die zugelassenen Impfstoffe vorliegen (Beginn 2021) nahm der kombinierte Anteil von Impfbereiten und bereits Geimpften in den darauffolgenden Monaten kontinuierlich zu.

Allerdings verlangsamte sich der Anstieg zuletzt, hieß es in dem Blogbeitrag. Im September waren laut den vorliegenden Daten rund 75 Prozent der Befragten geimpft (mindestens eine Dosis). Ein Prozent sei noch impfbereit gewesen, acht Prozent zögerlich oder unentschlossen und 17 Prozent nicht impfbereit. Das Fazit der Wissenschafter: "Damit ist inzwischen also der Pool der Personen, die angeben impfbereit zu sein, weitgehend ausgeschöpft und nur noch Zögerliche und Nicht-Impfbereite verbleiben."

Kinderimpfung wird skeptisch gesehen

Ein genauerer Blick wurde auch auf die Bereitschaft zur Kinderimpfung geworfen. Diese habe zwar zugenommen, bleibe aber verhältnismäßig niedrig, hieß es dazu. Im September hätten rund 30 Prozent der Personen, die mit Kindern bis 14 Jahre in einem Haushalt leben, angegeben, ihre Kinder ehestmöglich impfen lassen zu wollen. Zum Vergleich: Im Juni waren es 21 Prozent.

In Bezug auf dieses Ergebnis wurde darauf hingewiesen, dass die Gruppe der Befragten deutlich kleiner war als die Gesamtstichprobe, wodurch die Schätzungen grundsätzlich mit größerer Unsicherheit behaftet sind. Zudem dürfte das Alter der Kinder eine Rolle spielen, hieß es weiters. Vertiefende Subgruppen-Analysen würden nämlich nahe legen, dass die Impfbereitschaft umso höher ist, je älter die im Haushalt lebenden Kinder sind. Dieser Zusammenhang sei aber aufgrund der sehr kleinen Fallgruppen mit hoher Unsicherheit behaftet.

Klarer ist das Ergebnis zur kostenfreie Bereitstellung der Impfstoffe. Hier gibt es eine überaus hohe Zustimmung. 85 Prozent der Befragten antworteten auf die entsprechende Aussage mit "trifft voll und ganz zu" bzw. "trifft eher zu". Eine Pflicht zur Impfung bleibt unterdessen umstritten. Eine allgemeine Impfpflicht wird nur von 35 Prozent befürwortet - und damit überwiegend abgelehnt. Währenddessen plädierte eine knappe Mehrheit (57 Prozent der Befragten) für eine Impfpflicht für spezifische Berufsgruppen.

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(APA)