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Diese drei Aktien haben mindestens 50 Prozent Kurspotenzial

Kurssprünge sind auch in der jetzigen Börsenphase möglich.
Kurssprünge sind auch in der jetzigen Börsenphase möglich.
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Es gibt keinen Grund, in der jetzigen Marktsituation überstürzt Aktien zu kaufen. Einige sind aber ziemlich verlockend. Diesen dreien etwa trauen Experten mindestens 50 Prozent Kursgewinne zu.

Wäre die Wirtschafts- und Finanzbildung bei den medialen und gesellschaftspolitischen Tonangebern so hoch, wie man die politische und juristische zu haben meint, müsste längst ein Aufschrei durch den Kontinent gehen, wie man ihn sonst so schnell hört, wenn – wie jetzt gerade – etwa Polen EU-Rechtsfundamente zu unterwandern versucht oder in deutlich harmloseren Fällen jemand nicht gleich denkt und fühlt wie Brüssel oder das Juste Milieu.

Dass etwa die Maastricht-Konvergenzkriterien in den 29 Jahren ihres Bestehens immer nur von wenigen eingehalten wurden, wurde längst geschluckt. Dass die Euroländer demnächst mit durchschnittlich über 100 Prozent des BIP verschuldet sind, obwohl die Grenze eigentlich bei 60 Prozent liegen sollte, kann man natürlich der situationsbedingten Aufweichung des Stabilitätspaktes in der Pandemie zuschreiben.

Dass aber jetzt die für Anfang 2023 vereinbarte Wiederherstellung der Kriterien sukzessive infrage gestellt wird, ist gelinde gesagt entmutigend. So wie es entmutigend ist, dass die Europäische Zentralbank (EZB) – im Unterschied zur US-Notenbank Fed – aus Rücksicht auf die hochverschuldeten Mittelmeerländer von einer Straffung der ultralockeren Geldpolitik nichts wissen will und stattdessen weitere Jahre der Inflation und der Nullzinsen für Sparer in Kauf nimmt.

Und dass nun mit dem Deutschen Jens Weidmann auch noch einer der letzten Verfechter einer strafferen Geldpolitik und eines ausgeglichenen Haushaltes vorzeitig seinen Job bei der EZB aufgibt, ist eigentlich ein Desaster. Dies umso mehr, als in der stärksten Volkswirtschaft Europas nun Kräfte ans Ruder kommen, die das exzessive Gelddrucken und die hohe Staatsverschuldung nun auch noch mit den Investitionen in den Klimaschutz argumentieren können. Wie gesagt, der Aufschrei über diese Tendenzen bleibt aus.

Was die Börse betrifft, so ist sie diese Woche zumindest in Europa nicht sehr beschwingt gewesen. Amerika verlief besser, der Leitindex S&P 500 markierte ein Rekordhoch. Aber hüben wie drüben zeigt sich, dass die Quartalszahlen in der laufenden Berichtssaison, die stark begonnen hat, gemischt ausfallen. Und zwar sowohl die Zahlen selbst als auch der Ausblick. Die verbleibenden drei Wochen der Berichtssaison werden hier noch ein klareres Bild bringen. Man kann nicht sagen, dass die Stimmung an den Märkten schlecht ist, aber stabil gut ist sie halt auch nicht.

Nach wie vor besteht keine Eile für Neuinvestitionen. Was nicht heißt, dass man der einen oder anderen Verlockung nicht nachgeben soll. Drei solche drängen sich derzeit auf.