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Lucas Braathen: „Ich möchte einen neuen Weg kreieren“

Geteilter Schmerz ist halber Schmerz? Ski-Star Lucas Braathen (ganz links) mit seinen Teamkollegen beim täglichen Bad im Nordatlantik.
Geteilter Schmerz ist halber Schmerz? Ski-Star Lucas Braathen (ganz links) mit seinen Teamkollegen beim täglichen Bad im Nordatlantik.NSF Alpint/Lemos
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Vorjahressieger Lucas Braathen gibt in Sölden sein Comeback. Der Shootingstar, 21, erzählt von der Zeit bei Norwegens Kampfschwimmern, der Rolle des Einzelnen im Team – und schildert, wieso sich auch auf der Piste alles nur im Kopf abspielt.

Die Presse: Sie haben die wohl außergewöhnlichste Saisonvorbereitung hinter sich – ein Trainingscamp beim Küstenjäger-Kommando der norwegischen Marine. Erzählen Sie bitte davon.

Lucas Braathen: Das Ziel war, körperlich und mental zu trainieren und in Situationen zu kommen, in denen du lernst, wie abhängig du von deinen Teamkollegen bist. Dass wir fünf Tage beim Spezialkommando der Marine waren, ist schon einmal verrückt. Am Beginn wussten wir aber nichts. Es gab einen Flug, aber wir wussten nicht, wohin. Wir stiegen aus, wurden gleich „gekidnappt“ und mit Skimaske auf dem Kopf weitertransportiert, du hast nichts gesehen. Die erste Phase war physisches Training, die zweite Phase mentales Training, und am Ende haben wir alles in einem Test umgesetzt.

Was war das für ein Test?

Das Erste, was wir gemacht haben, nachdem wir „gekidnappt“ worden waren, war ein Crossfit-Test. Kurz, brutal und intensiv. Nach diesen fünf Tagen, in denen wir durch die Hölle gegangen sind, war es die letzte Aufgabe, den Test zu wiederholen. Wir hatten bis dahin pro Nacht zwei, drei Stunden geschlafen, waren ständig draußen im Wasser und so weiter. Aber bei diesem letzten Test haben wir alle bessere Ergebnisse als zu Beginn erreicht. Das hat einfach gezeigt, wie viel sich bei einem Resultat im Kopf abspielt, egal, wie müde du eigentlich bist.