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Thomas Schwab ist Bürgermeister von Gramatneusiedl. Die Geschichte von Marienthal kennt er auch aus Erzählungen seiner Großmutter.
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Geschichte und Gegenwart

In Marienthal haben heute alle Arbeit

Die Arbeitersiedlung von Gramatneusiedl erreichte durch die Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ weltweite Bekanntheit. Einmal mehr macht Marienthal Schlagzeilen: Die Langzeitarbeitslosigkeit wurde in einem weltweit einzigartigen Experiment abgeschafft.

Marienthal ist ein kleines Fabriksdorf an der Fischa-Dagnitz im Steinfeld. Man erreicht die nächstgelegene Eisenbahnstation Gramatneusiedl von Wien aus mit der Ostbahn in fünfunddreißig Minuten und wandert dann noch etwa eine halbe Stunde in das völlig flache Land hinein.“ So liest sich der Auftakt zur Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“, die, 1933 erstmals publiziert, die Arbeitersiedlung südlich von Wien zu weltweiter Bekanntheit brachte. Flach ist das Land immer noch, auch die Fahrzeit blieb etwa gleich. Die berüchtigte Arbeitersiedlung wird immer noch bewohnt, wegen des Denkmalschutzes hat die Gemeinde ihre liebe Not mit der Revitalisierung. Marienthal ist heute eine durchschnittliche österreichische Gemeinde mit durchschnittlichen Problemen. Und wird doch immer wieder zum Schauplatz internationaler Berichterstattung.