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Leitartikel

Ein Drittel-Lockdown als grimmige Drohung

Die Presse/Clemens Fabry
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Die neu geführte Regierung scheut im Kampf um die Impfquote nicht vor unpopulären Drohungen zurück. Ein Lockdown für Impfverweigerer? Würde das Land überfordern.

Erst die Negation erinnert manchmal an die Möglichkeit: Für Geimpfte und Genesene werde es keinen Lockdown mehr geben, versicherten Neo-Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, die zu zweit, anders als die frühere Paarung Kurz/Anschober, wie unpolitische Mitglieder einer Expertenregierung wirken. Lockdown? Dieser Eingriff in unsere Grundrechte ist doch mit Impfstart ausgeschlossen gewesen? Hat der damalige Bundeskanzler Kurz nicht vom Ende der Pandemie gesprochen? Schallenberg und Mückstein drehen jetzt nicht nur an den Maskenpflicht- und G-Schrauben, sondern stellen eine Drohung in den Raum, die Potenzial hat, das Land in der Impffrage noch stärker zu spalten, als es bisher geschah.