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Après-ski

Wenn die Winter-Lust dahinschmilzt

(c) imago images/Pixsell (Davor Javorovic/PIXSELL via www.imago-images.de)
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Wie die FIS das streitbare Gletschertraining forciert.

Und, wie hältst du es mit dem Gletscherrennen? Eine geläufige Frage dieser Tage in Sölden, nachdem Felix Neureuther den Weltcupauftakt im Oktober ins Visier genommen hatte: zu früh, ökologisch nicht vertretbar, nicht mehr zeitgemäß.

Die Söldener zürnten naturgemäß, sie präsentierten Messungen um die Wirksamkeit ihrer Gletscherschutzmaßnahmen zu untermauern und schickten Leute aus, um den Skistars ein paar Worte zur vermeintlich großen Bedeutung der Auftakt-Show hoch über dem Ötztal abzuringen.
Klar ist: Die Natur alleine würde hier noch kein Skirennen zulassen. Der Weg herauf zur Gletscherarena ist eine Felswüste mit einzelnen weißen Tupfern, hinterlassen von einsamen Schneekanonen. Die Rennen selbst sind Klassiker geworden, mit denen sich der Ski-Tross arrangiert hat, ohne allzu große Freude über den frühen Auftakt allerdings.

Irritierend ist, dass über Sölden diskutiert wird, wo die FIS doch gerade das Speed-Opening 2022 am Matterhorn bestätigt hat. Eine ganze Gletscher-Abfahrt also, im Anschluss an Sölden, fast einen Monat vor dem bisherigen Start in die Speed-Saison und mitten in der heißen Phase der Vorbereitung darauf. Um dann schon startklar für eine Weltcupabfahrt zu sein, muss noch früher trainiert werden – was noch mehr Gletschertraining bedeutet.

Weil die Richtung der FIS damit klar ist, klingt das von Neureuther propagierte allgemeine Gletscher-Trainingsverbot im Sommer einleuchtend. Alleine schon, um ein wenig gegenzusteuern. Vor September muss in Wahrheit kein Profi- und auch kein Nachwuchsrennfahrer auf einen Gletscher.