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Pharmazie

EMA prüft Zulassung des Covid-Medikaments von Merck

So sieht die Tablette von Merck und Ridgeback aus - sie soll die Krankheitslast bei einer Infektion mit Sars-CoV-2 reduzieren können.
So sieht die Tablette von Merck und Ridgeback aus - sie soll die Krankheitslast bei einer Infektion mit Sars-CoV-2 reduzieren können.via REUTERS
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Molnupiravir wird in einem fortlaufenden Prüfungsverfahren von der EU-Behörde geprüft. Erste Studien lassen darauf hoffen, dass die Einnahme bei Covid-Infektionen das Risiko eines schweren Verlaufs reduzieren könnte.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft die Zulassung eines Corona-Medikaments des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Wie die EMA am Montag mitteilte, leitete der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA ein fortlaufendes Prüfverfahren für das Medikament Molnupiravir zur Behandlung von erwachsenen Covid-19-Patienten ein. Molnupiravir ist ein antivirales Medikament in Pillenform, das von Merck & Co. zusammen mit Ridgeback Biotherapeutics entwickelt wurde.

"Molnupiravir zeigte in der Phase-III-Studie bei Covid-19-Patienten eine signifikante Reduktion des Risikos für Krankenhausaufenthalte und Versterben", erläuterte der Infektiologe Florian Thalhammer von der MedUni Wien letzte Woche gegenüber der Austria Presse Agentur. "Zudem war die Effektivität von Molnupiravir durch die Virusvarianten (Gamma, Delta, Mu) unverändert."

"Damit könnte Molnupiravir nicht nur zu einer Reduktion der Krankheitslast des Einzelnen führen, sondern auch große, positive gesundheitspolitische Konsequenzen, im Sinne einer Reduktion der Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser haben", betonte der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (OEGIT). "Die Wirtschaft könnte durch eine deutlich kürzere Absonderungsdauer Covid-19 Erkrankter ebenfalls deutlich entlastet werden", merkte der Universitätsprofessor an.

Die Ergebnisse ihrer Überprüfung der Auffrischungsimpfung von Moderna will die EMA voraussichtlich ebenfalls heute noch bekannt geben. Derzeit gibt es in der EU nur für das Biontech/Pfizer-Vakzin eine Empfehlung zur Booster-Impfung.

(APA/AFP)