244 Menschen werden derzeit auf einer Intensivstation behandelt. Oberösterreich weitet bereits die FFP2-Maskenpflicht aus.
Wien. Der Aufwärtstrend bei den Coronazahlen hält an, betroffenen sind Neuinfektionen ebenso wie Intensivpatienten. Am Dienstag sind auch wieder 18 Todesfälle binnen eines Tages registriert worden, im Sieben-Tage-Schnitt waren es täglich zwölf.
Insgesamt starben bisher 11.279 Menschen an Covid-19. 3369 Neuinfektionen meldeten die Ministerien aus den vergangenen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt somit 274,9 Fälle auf 100.000 Einwohner. Am Nationalfeiertag gab es in Österreich 33.210 aktive Fälle, um 1136 mehr als am Montag. Seit Pandemiebeginn wurden 804.825 Fälle bestätigt.
Im Krankenhaus liegen derzeit 1168 Personen, das sind um 70 mehr als am Vortag. 244 Menschen werden auf Intensivstationen betreut. Diese Zahl stieg seit Montag um zwölf und ist innerhalb einer Woche um 25 Patienten angestiegen. Insgesamt sind in den vergangenen 24 Stunden 478.046 Tests gemeldet worden, davon 125.794 aussagekräftige PCR-Tests. Deren Positivrate betrug 2,7 Prozent.
Am Montag wurden 8006 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben 5.857.926 Menschen zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 65,6 Prozent der Bevölkerung. 5.566.861 und somit 62,3 Prozent sind voll immunisiert. Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 69,7 Prozent. In Niederösterreich sind 65,1 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 63 Prozent. Nach Wien (61,5), Vorarlberg (61,2), Tirol (60,6), Kärnten (58,9) und Salzburg (58,6) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 57,3 Prozent.
Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Salzburg mit 415,2, gefolgt von Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark (401,4, 287,6 bzw. 261,6). Dann folgen Kärnten (256,2), Tirol (238,8), Vorarlberg (194,9), Wien (186,3) und das Burgenland (164,5).
Maskenpflicht ausgeweitet
Angesichts dieser Entwicklung verschärft das Land Oberösterreich die Coronamaßnahmen. Ab Freitag, 29. Oktober, gilt für Kunden in allen Geschäften, Einkaufszentren und Kultureinrichtungen wie Museen und Bibliotheken eine FFP2-Maskenpflicht. Für die Mitarbeiter wird per 1. November die 3-G-Regel nach der Bundesvorgabe in Kraft treten, wie das Land am Dienstag mitteilte.
Wegen der steigenden Infektionszahlen hatten Montagabend Politik und Experten des Landeskrisenstabs getagt, um über zusätzliche Schutzmaßnahmen zu beraten. Oberstes Ziel sei die Verhinderung von Lockdowns und Schließungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Die bisher schon für das Tragen einer FFP2-Maske gültigen Ausnahmen gelten auch für die neue oberösterreichische Verordnung, die bis auf Weiteres gilt.
Am Montag gab es in Oberösterreich mehr als 7000 aktiv nachweisbare Infektionen, fast 12.000 Menschen befanden sich in Quarantäne. 204 Covid-19-Spitalspatienten waren stationär auf Normalbetten in Behandlung und 37 auf den Intensivstationen.
„Der Schutz der Gesundheit aller Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher steht an oberster Stelle“, sagt Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (ÖVP). Die zusätzlichen Maßnahmen seien ein Resultat von steigenden Infektionszahlen und einer nicht ausreichend hohen Impfrate. Mit der Impfung gebe es die wirksamste Möglichkeit, sich und andere auch weiterhin zu schützen.
Bereits seit der Nacht auf Dienstag sind Ausreisekontrollen im Bezirk Braunau in Kraft. Denn am Montag war im Bundesland der für den Hochinzidenzerlass des Bundes maßgebliche Schwellenwert von 34 mit Coronapatienten belegten Intensivbetten überschritten worden. Auch die Bezirke Gmunden und Freistadt könnten demnächst auf ähnliche Maßnahmen zusteuern.