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Modekooperation

Kim Kardashian macht als Gastdesignerin Mode für Fendi

Fendi X Skims
Fendi X SkimsDonna Trope
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Für seine von Streetwear inspirierte Auffassung des Luxus ist der britische Designer Kim Jones bekannt. Als Art Director bei Fendi macht er nun gemeinsame Sache mit Reality-TV-Star Kim Kardashian.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Brite Kim Jones im Namen von Fendi die Nähe zu popkulturellen Modephänomenen sucht. Modefans erinnern sich: 2017 sorgte Jones als Kreativchef der Louis-Vuitton-Männerkollektion für Schlagzeilen, indem er eine Kooperation mit der überaus angesagten Streetwear-Marke Supreme einfädelte - und das mit großem kommerziellen Erfolg, die Kapselkollektion war im Nu ausverkauft. Erst letztes Jahr holte Jones US-Rapper Travis Scott ins Boot, um eine gemeinsame Kollektion für Dior Homme zu entwerfen: Aktuell ist Kim Jones nicht nur verantwortlich für die Damenkollektion von Fendi, sondern eben auch die Herrenmode von Dior, einer Schwestermarke im LVMH-Luxuskonglomerat. Seine jüngste Kooperation lief unter dem Namen „Fendace“ und ist Produkt eines Rollentauschs mit Designerin Donatella Versace. Die beiden kreierten für den jeweils anderen eine 25-teilige - sehr logo-lastige - Kollektion.

Kim Jones mit Karl Lagerfeld und Pietro Beccari (CEO von Dior) bei der Paris Fashion Week 2019
Kim Jones mit Karl Lagerfeld und Pietro Beccari (CEO von Dior) bei der Paris Fashion Week 2019(c) Getty Images for Dior (Jacopo M. Raule)

Nachdem er also im September 2020 als Chefdesigner bei Fendi in die großen Fußstapfen von Karl Lagerfeld getreten ist, mischt der Brite nach gut einem Jahr beim römischen Modehaus die Branche jetzt erneut mit einer gewagten Kooperation auf. An seiner Seite wirkt niemand Geringeres als Ur-Influencerin Kim Kardashian, die erst vor zwei Jahren Skims, ein Label für formgebende Unterwäsche - gründete. Man muss wissen: Alles, was von einer der Kardashian-Schwestern angefasst oder gar gegründet wird, wird mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zu Gold. So auch das Label Skims. Das Unternehmen machte die mittlerweile 41-Jährige zur Milliardärin. Mit Fendi X Skims katapultiert der britische Designer Jones also einmal mehr die Popkultur auf das globale Luxus-Radar.

Logomania auf sinnlich

Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit von Fendi und Skims begannen bereits Anfang des Jahres, als Bilder von Kardashian im Headquarter des Luxusmaison in Rom auf der Social-Media-Plattform Instagram auftauchten. Am Montag, dem 25. Oktober bestätigte Kim Kardashian mittels eigenem Instagram-Post dann selbst die Kooperation. Die Idee zur Zusammenarbeit fiel Jones quasi - während einer Fendi-Sitzung - in den Schoß. „Wir saßen zusammen im Studio. Plötzlich wurden alle Frauen still und begannen auf ihre Handys zu schauen. Ich wusste nicht, was los war, aber sie warteten auf den Launch der neuen Skims-Kollektion“, so der 48-Jährige. Die Kooperation war für den erprobten Grenzgänger wohl die logische Schlussfolgerung aus dieser Erfahrung.

Vanessa Beecroft

Neben Shapewear und Dessous - für die das Label Skims bekannt ist - umfasst die Kapselkollektion auch Tops, Kleider und Bademode. Gedeckte Farben - Schwarz, Oliv und sämtliche Hauttöne - finden Platz neben prächtigen Fendi-Farbklassikern, etwa Fuchsia. Logoprints beider Labels ziehen sich durch die gesamte Garderobe, mal klein und überzählig auf Strümpfen, mal groß auf Sportbekleidung aus recyceltem Nylon. Anregungen für die teils skulpturalen Schnitte fand man in alten Skizzen von Jones Vorgänger, Karl Lagerfeld, der 1979 augenscheinlich ein Faible für verdrehte Schlauchtops hatte. Fendi-Klassiker, die Kulttaschen „Peekaboo“ und „Baguette Chain“ etwa, fanden selbstverständlich auch Eingang in die Kooperation.

Vanessa Beecroft

Final Countdown

Die Ästhetik zweier komplett unterschiedlicher Labels zu fusionieren, ist Jones und Kardashian allemal gelungen. Römische Ästhetik übersetzt in die moderne Welt der Kim Kardashian. Erhältlich ist die Capsule-Kollektion ab 9. November um 15 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) über fendiskims.com sowie in zahlreichen Fendi-Boutiquen.

(evdin)