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Pandemie

Steiermark führt 2G in der Nachtgastro und bei Großevents ein

Die Steiermark verschärft die Regeln zur Corona-Bekämpfung deutlich
Die Steiermark verschärft die Regeln zur Corona-Bekämpfung deutlichimago/Bihlmayerfotografie
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Teilnehmer müssen ab 8. November geimpft oder genesen sein. Dazu kommt eine FFP2-Pflicht in Kundenbereichen, bei Kulturevents und bei religiösen Zusammenkünften.

Die Steiermark verschärft die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus deutlich: Ab 8. November gilt wie in Wien in der Nachtgastronomie und bei Veranstaltungen - indoor wie outdoor - mit mehr als 500 Personen 2G. Das heißt, Teilnehmer müssen gegen das Virus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sein. Dazu kommt eine FFP2-Pflicht in Kundenbereichen, bei Kulturevents und bei religiösen Zusammenkünften.

Beschäftigte und Besucher in Spitälern, Kuranstalten und Pflegeheimen unterliegen künftig einer PCR-Test-Pflicht, wenn sie nicht genesen oder geimpft sind. Anders ausgedrückt: Hier gilt für alle die 2,5-G-Regel. In Ordinationen gilt selbiges für das Personal. Zudem wird – wie bundesweit beschlossen – ab 1. November die „3G“-Pflicht am Arbeitsplatz eingeführt.

Externe Labors zuständig

Die PCR-Tests müssen dabei von externen Laboren ausgewertet werden. Somit kommen dann weiterhin Tests in Apotheken, auf Teststraßen, aber auch die Gurgeltests in Frage, sagte Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) beim Pressegespräch in Graz. Die Gültigkeitsdauer bleibt bei 72 Stunden.

In Kraft treten die neuen Regeln mit 8. November mit einer Verordnung, die bis dahin seitens des Landes ausgegeben wird. Möglich ist diese erst durch die zuletzt erlassene dritte Covid-19-Maßnahmenverordnung des Bundes, erklärte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP): "Die Impfquote in der Steiermark liegt bei 63 Prozent Vollimmunisierung. Das ist viel, aber zu wenig. Daher habe ich seit Wochen einheitliche bundesweite Regelungen verlangt. Ich bekenne mich zum Stufenplan der Bundesregierung, aber wir werden von den neuen gesetzlichen Möglichkeiten Gebrauch machen." Der Stufenplan sei nämlich ein "Reaktionsplan", man brauche aber einen "Aktionsplan". "Wir wollen verschärfen, damit es nicht schlechter wird", begründete der Landeshauptmann die neuen Maßnahmen.

Damit soll ein vierter Lockdown verhindert werden, denn dieser sei laut Landeshauptmannvize Anton Lang (SPÖ) nicht leistbar. Die Maßnahmen treten ab 8. November in Kraft und damit sollen alle auch Zeit haben, um sich darauf einzustellen. Betroffen sind etwa auch Fußballspiele, kirchliche Einrichtungen und Kulturveranstaltungen. "Wer gerne auf den Sportplatz geht, wird sich impfen lassen, oder zu Hause bleiben", brachte es Schützenhöfer auf den Punkt.

Die Maßnahmen werden seitens der Ärzteschaft mitgetragen: Karlheinz Tscheliessnigg, Vorstand der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes, machte deutlich, dass die Zahlen auf der Normalstation und bei den Intensivbettenbelegungen steigen: "Wir müssen handeln." Vor zwei Wochen noch sei eine "Seitwärtsbewegung" bei den Infektionszahlen zu sehen gewesen, doch nun steigen sie deutlich, so die Mediziner, die sich mit der Landesregierung vor der Bekanntgabe der Maßnahmen getroffen hatte und die neuen Regeln unterstützen.

(APA/Red.)