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Pizzicato

Zigarettenpause am Ballhausplatz

Vom Ballhausplatz, zwischen Präsidentschaftskanzlei in der Hofburg und Bundeskanzleramt, steigen weiße Rauchschwaden auf.

Die beiden mächtigsten Männer der Republik stehlen sich zuweilen zu einer Zigarettenpause davon, um die Regierungsgeschäfte zu besprechen – etwa vor dem Empfang des jordanischen Königs Abdullah oder nach dem Festakt zum Nationalfeiertag auf dem Heldenplatz. Die beiden Alexanders im Dialog:

Alexander Van der Bellen: Alexander, das ist mir das Liebste – der kurze Amtsweg bei einer Zigarettenpause. Apropos: Ich hab meine Tschick im Büro liegenlassen. Kannst du mir eine schnorren?
Alexander Schallenberg: Wenn dir meine nicht zu stark sind . . .
Van der Bellen: Keine Angst, die halte ich noch aus. Ich hab schon stärkeres Kraut geraucht.
Schallenberg: Apropos starker Tobak. Gratuliere zu deiner Fernsehansprache: von wegen „der Alte soll a Ruh' geben“.
Van der Bellen: Danke. Und Kompliment retour für deinen „Tanz auf dem Eis“. Den Impfgegnern hast du es richtig reingesagt.
Schallenberg: Ist doch schön, so unter Gleichgesinnten – obendrein, wenn sie eine klitzekleine Schwäche teilen.
Van der Bellen: Noch dazu in der frischen Luft. Das ist fast gesund. Schallenberg: Dein Wort in Gottes Ohr! (vier)

Reaktionen an: thomas.vieregge@diepresse.com