DFB-Pokal: Bayern wirft Bremen raus

FUSSBALL - DFB Pokal, Bayern vs Bremen
FUSSBALL - DFB Pokal, Bayern vs Bremen(c) Gepa (Thomas Bachun)
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Bei Bremen vernebelte der Österreicher Arnautovic Großchancen, ein Tor seines Landsmannes Prödl wurde aberkannt. Die eher enttäuschenden Bayern erwiesen sich als effizienter.

Der FC Bayern hat auch die Neuauflage des deutschen Fußball-Pokalfinales vom vergangenen Mai gewonnen. Die Münchner setzten sich am Dienstag in der zweiten Runde daheim gegen Werder Bremen mit 2:1 durch, Matchwinner für den Rekordmeister war Bastian Schweinsteiger mit einem Doppelpack (27., 74.), doch auch Marko Arnautovic und Sebastian Prödl, die beiden Österreicher im Werder-Trikot, drückten der Partie ihren Stempel auf.

Reguläres Tor von Prödl aberkannt

Arnautovic schlug schon in der 2. Minute eine Idealflanke auf Claudio Pizarro, der die Bremer per Oberschenkel in Führung brachte. In der 25. Minute köpfelte Prödl nach einem Corner völlig freistehend aus fünf Metern daneben und musste zwei Minuten später zuschauen, wie Schweinsteiger ausglich, weil Wesley das Abseits aufgehoben hatte.

In der 59. Minute jubelte der Steirer schon über das vermeintliche 2:1 für die Bremer, als er nach einem Eckball per Kopf einnetzte. Allerdings hatte der Schiedsrichter zuvor wohl fälschlicherweise ein Foul des Innenverteidigers an Holger Badstuber gesehen. "Das war nie im Leben ein Foul, eine klare Fehlentscheidung", ärgerte sich der ÖFB-Internationale.

Arnautovic vernebelt Chancen

Wenig später hätte Arnautovic bei drei Gelegenheiten den Werder-Aufstieg fixieren können. Zunächst scheiterte er nach Prödl-Pass an Hans-Jörg Butt (64.), dann donnerte der Offensivspieler einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte (65.) und schließlich schoss er aus wenigen Metern am langen Eck vorbei (69.).

Weit effizienter präsentierten sich die über weite Strecken enttäuschenden Bayern: Schweinsteiger traf aus fast 30 Metern und ermöglichte dem Titelverteidiger dadurch den etwas schmeichelhaften Sieg gegen einer Werder-Mannschaft, in der beide Österreicher durchspielten.

Hoffer nur auf der Ersatzbank

Erwin Hoffer hingegen musste den 3:0-Erfolg seines 1. FC Kaiserslautern daheim gegen Arminia Bielefeld - alle drei Tore erzielte Lakic - von der Ersatzbank aus mitverfolgen. Sein Landsmann und Klubkollege Clemens Walch war bis zur 62. Minute im Einsatz. Ohne die verletzten Daniel Beichler und Marko Djuricin schied Hertha BSC mit 1:2 in Koblenz aus.

Schalke 04 schaffte dank eines Zaubertores von Jose Manuel Jurado einen 1:0-Sieg bei Zweitligist FSV Frankfurt. Der Spanier traf aus über 25 Metern genau ins Kreuzeck. Wolfsburg warf Fünftligist Victoria Hamburg mit 3:1 raus, Köln bezwang 1860 München mit 3:0.

Die gut gestarteten Freiburger unterlagen etwas überraschend bei Zweitligist Energie Cottbus 1:2, Augsburg warf im Zweitligaduell Greuther Fürth im Elferschießen aus dem Pokal.

(APA)

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Dass sein Treffer gegen den FC Bayern aberkannt wurde, ärgerte den Steirer maßlos: "Das war nie im Leben ein Foul", schimpfte er. Auch Bayern-Coach Van Gaal fand Prödls Kopfballtor regulär.

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