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Wirecard-Ermittlungen

Wie die Nervengiftformel Österreich verließ

2018 wurde Sergej Skripal vor einem Restaurant in London mit Nowitschok vergiftet. Die Formel für das Nervengift gelang auch zu Wirecard-Boss Jan Marsalek - womöglich über Österreich.
2018 wurde Sergej Skripal vor einem Restaurant in London mit Nowitschok vergiftet. Die Formel für das Nervengift gelang auch zu Wirecard-Boss Jan Marsalek - womöglich über Österreich.Ilya Dmitryachev/TASS
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Die geheime Nowitschok-Formel fand ihren Weg zu Wirecard-Boss Jan Marsalek. Österreichs einst ranghöchster Diplomat soll sie geleaked haben. Was in den Ermittlungsakten steht.

Johannes Peterlik war als Generalsekretär von 2018 bis 2020 Österreichs ranghöchster Diplomat. Vor wenigen Tagen flog er hochkant aus dem Außenamt. Er wird verdächtigt, die geheime Formel des Nervengifts Nowitschok weitergegeben zu haben. Das Dokument könnte am Ende des Tages in den Händen des flüchtigen Wirecard-Bosses Jan Marsalek gelandet sein. Hinweise darauf finden sich auf dem Handy eines ebenfalls suspendierten BVT-Beamten.

Der „Presse“ liegt die Anordnung zur Sicherstellung sämtlicher elektronischer Datenträgern Peterliks von Anfang September vor. Peterlik war zu diesem Zeitpunkt Botschafter in Jakarta (Indonesien) und gerade auf dem Weg nach Österreich. Kaum war der Flieger gelandet, wurden ihm Handy, Laptop und USB-Sticks abgenommen. Grund dafür sind Funde auf dem beschlagnahmten Handy des Ex-BVT-Beamten Egisto Ott. Er wird verdächtigt, Amts- und Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Wegen Russlandspionage wird gegen ihn schon seit 2017 ermittelt. Er bestreitet alle Vorwürfe.