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Analyse

Europas Banken sind nicht profitabel genug

Symbolbild: Ein Geldautomat in Madrid.
Symbolbild: Ein Geldautomat in Madrid.REUTERS
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Der Bankensektor hat die Coronakrise gut überstanden, steht nun aber vor einem großen strukturellen Umbruch. Die Erträge brechen langsam weg, die Kosten steigen und innovative Anbieter aus dem Tech-Bereich machen Konkurrenz.

Wien. Wenn man sich die Gewinne der Banken in den vergangenen Quartalen ansieht, könnte man meinen, der Branche ging es nie besser. Kurz nach der schwersten Rezession in der Nachkriegszeit legt ein Institut nach dem anderen Zahlen, die noch vor einem Jahr unvorstellbar waren. Doch sie täuschen etwas über den tatsächlichen Zustand der europäischen und österreichischen Bankbranche hinweg.

Banken haben zwar ihren Teil zur Bewältigung der Coronakrise beigetragen, aber so schnell überstanden wurde sie nur dank der hohen Staatshilfen. Damit wurden Insolvenzen verhindert und Kreditausfälle auf langjährige Tiefstände gedrückt. Als sich die Wirtschaft heuer wieder erholt hat, konnten die Banken ihre Risikovorsorgen auflösen. Die guten Ergebnisse stammen also in den meisten Fällen nicht aus einer nachhaltigen Verbesserung des operativen Geschäfts.