Helmut Zilk
Serie: Legenden

Helmut Zilk, ein Lebenskünstler

Helmut Zilk – ein emotionsgeladener Mensch mit mehreren Leben. Er ist Talkmaster, Fernsehdirektor, Ombudsmann und Politiker. Über Parteigrenzen hinweg wird er mit Respekt behandelt. Öffentlichkeit ist die Droge des schillernden Selbstdarstellers.

Was davon übrig ist, schaut aus wie eine Golatschn mit ein paar Zipferl dran. Es ist nicht einfach, wenn du am Ende deines Lebens ein Krüppel bist. Aber es ist gut für einen Politiker, das mitzuerleben, denn ich habe in diesen Tagen mehr gelernt als in meinem ganzen bisherigen Leben. Man darf den Mut nicht verlieren, es gibt Furchtbareres, als ein paar Finger zu verlieren,“ beschreibt Helmut Zilk die Verstümmelung seiner linken Hand.

Als er am Abend des 5. Dezember 1993, zurückgekehrt von einer Zürichreise, in seiner Wohnung in der Naglergasse Privatpost öffnet, zündet ein Sprengsatz. Blutfontänen spritzen auf den Teppich. Die Wucht der Explosion fetzt Zilk mehrere Finger weg. Der Wettlauf mit dem Tod beginnt und wird erst am nächsten Morgen nach einer mehrstündigen Operation gewonnen.

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